Bezirk Imst

Touristisches Winter-Wonderland

© Bergbahnen Imst

Der scheidende Winter lässt die Touristiker im Bezirk ins Schwärmen geraten: Das Ötztal könnte wieder einen Rekord erzielen und Imst Tourismus legt über 20 % zu. Das Pitztal hält nichts von Jubelmeldungen.

Von Hubert Daum

Imst –Der Winter ist noch nicht vorbei – zumindest aus statistisch-touristischer Sicht. Trotzdem: Obwohl noch keine Endzahlen vorliegen, wird dieser Winter über den grünen Klee gelobt.

Grün sind allerdings die Pisten in Sölden und Gurgl noch lange nicht, im Gegenteil. „Die Pistenverhältnisse sind immer noch traumhaft“, schwärmt Tourismusdirektor Oliver Schwarz, „ab kommendem Montag ist allerdings in Sölden und Gurgl auch Schluss, der letzte Gletscherskitag kann am 1. Mai genossen werden.“ Die Vorzeichen für die abgelaufene Wintersaison seien nicht die besten gewesen. Durchgängig gute Schneebedingungen auch in tiefer gelegenen Regionen streuen die Gunst der Urlauber. Trotzdem gelang den Ötztaler Touristikern von November bis Ende März erneut eine Steigerung. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum wuchsen die Nächtigungen (November bis März) um 106.329 an, was einem Plus von 4,2 Prozent entspricht. Sämtliche Verbandsorte bilanzieren positiv. Oliver Schwarz: „Ich werte den Erfolg der heurigen Saison als Beleg, dass unser Angebot sowohl in schneearmen als auch in schneereichen Wintern funktioniert. Die Aprilzahlen zeigen dann, ob die achte Rekordsaison in Folge erreicht werden kann.“

Der Vorstand des „kleinen, aber feinen“ Verbandsgebietes von Imst Tourismus, der vorgestern erstmals ein vorläufiges Saisonresümee zog, ist ebenfalls bestens gelaunt. Und mit ihm die Tourismusbetriebe. Die durften nämlich im Zeitraum von November bis März knapp 52.000 Gäste beherbergen (Ankünfte). Das ist eine Steigerung gegenüber demselben Zeitraum im Vorjahr von satten 20,3 Prozent und nochmals eine Verdoppelung des Zuwachses der Saison 2016/17. Thomas Köhle, Geschäftsführer (GF) von Imst Tourismus: „Der März stellte alles in den Schatten. Hier konnten wir das Vorjahresergebnis um fast 30 Prozent toppen.“ Für infrastrukturelle Maßnahmen stellt der TVB heuer ein Rekordbudget bereit. Neben dem Panoramaweg (Eröffnung 23. Juni) und dem Almzoo sieht man vor allem den neuen „Urlaubs­pass“, der den Besuch zahlreicher Freizeiteinrichtungen inkludiert, als großen, wenn auch kapitalintensiven Wurf.

Grinsen macht sich auch im Gesicht von Bernhard Schöpf, Chef der Imster Bergbahnen, breit: „Der Ausbau der Beschneiungsanlage hat sich voll bewährt. Die Zeit für die Vollbeschneiung hat sich extrem verkürzt. Wir erzielten heuer eines der besten Betriebsergebnisse überhaupt.“

Weniger konkret war die Retrospektive aus dem Pitztal, wenn auch durchaus positiv. „Ich halte nichts von Jubelmeldungen“, zeigt TVB-GF Gerhard Gstettner einen anderen Betrachtungsansatz, „der Winter war gut, wir erwarten ein positives Saisonergebnis, letztendlich müssen aber die Unternehmer zufrieden sein.“ Auch Gstettner schwärmt von einem super März mit einem Nächtigungsplus von rund 20 Prozent. Letzte Möglichkeit zum Gletscherskilauf ist übermorgen Sonntag.