Volleyball

Deutsche Bronzene glänzt wie österreichisches Gold

Die AlpenVolleys strahlten in ihrer ersten Saison in der deutschen Liga mit Bronze um den Hals.
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Nach dem Halbfinal-Aus in der deutschen Bundesliga richten die Hypo Tirol AlpenVolleys den Blick mit viel Selbstvertrauen nach vorne.

Von Alex Gruber

Innsbruck –Der VfB Friedrichshafen war dann doch in zwei Spielen (0:3, 1:3) ein­e Nummer zu groß. Aber die Bronzemedaille, die den Hypo Tirol AlpenVolleys in Kooperation mit Haching und ihrer ersten Saison in der deutschen Liga zuteilwurde, sah sich schön an. „Die Medaill­e schaut super aus, ist cool und schwer“, grinste Manager Hannes Kronthaler über ein neues Schmuckstück in der heimischen Vitrine.

Nachdem es in den vergangenen Jahren serienweise Gold in der Austrian Volley League (insgesamt zehn Titel) gegeben hat, reihte sich das Edelmetall in einer anderen Farbe nahtlos in die Erfolgsgeschichte ein. „Der Stolz überwiegt in unserem Lager nach dieser ersten Saison auf alle Fälle“, schloss Kronthaler, um auch eines zuzugeben: „Nach dem ganzen Aufwand und einer langen Saison bin ich auch nicht ganz traurig, dass jetzt ein bisschen Erholung wartet.“

Bei einer internen Grillfeier am Samstag stößt man noch einmal auf die Saison an, die Zeit einiger Abschiede ist angebrochen. Der 28-jährige Trainersohn Stefan Chrtiansk­y, seit Jugendjahren ein Tiroler Eigengewächs, beendet die Karriere und will sich einer Ausbildung zum Physiotherapeuten widmen. Topscorer Igor Grobelny hingegen ist nicht mehr zu halten (Auslandstransfer).

Die Arbeit geht Kronthaler und Headcoach Stefan Chrtiansky auch in den kommenden Wochen nicht aus. Zumal man die eine oder andere Agenda – zum Beispiel den Verbleib von Rudy Verhoeff (CAN) – bald regeln will. Außerdem dampfen einige Spieler kommende Woche zu den Nationalmannschaften ab.

„Wir werden umgehend Gespräche führen“, sagt Kronthaler. Im Wissen, dass vor allem auf den Angriffspositionen Handlungsbedarf besteht. Einen wie Grobeln­y muss man erst wieder finden. Der 34-jährige Kapitän Dougla­s Duarte da Silva soll als kultige Integrationsfigur eine weitere Saison an Bord bleiben. Das Aufspiel der AlpenVolleys wird weiter über die Hände des Brasilianers Danilo Gelinski (Zweijahresvertrag) und seines routinierten slowakischen Back-ups Daniel Koncal (35) laufen. Die Bronzemedaille hatte in Summe auch eine goldene Wirkung.