Chinesische Raketen auf Ziele im Meer abgeschossen

Peking/Taipeh (APA/AFP) - Chinesische Kampfhubschauber haben bei einem Militärmanöver vor der Südostküste des Landes auch mit scharfer Munit...

Peking/Taipeh (APA/AFP) - Chinesische Kampfhubschauber haben bei einem Militärmanöver vor der Südostküste des Landes auch mit scharfer Munition geschossen. Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete am Donnerstag, bei den Übungen am Mittwoch hätten Armeehubschrauber Raketen vor der Küste abgefeuert. Der staatliche Fernsehsender CCTV zeigte Bilder von Hubschraubern, die Raketen auf Ziele im Wasser abschossen.

Ob die Übungen in der Meerenge vor Taiwan abgehalten wurden, ging aus den Berichten nicht hervor. Allerdings fanden dort am Mittwoch Schießübungen statt. Das taiwanische Verteidigungsministerium hatte mitgeteilt, es habe sich um „Routine“-Übungen mit landgestützter Artillerie gehandelt. Das Manöver sei deutlich kleiner ausgefallen als erwartet.

Peking hatte in der vergangenen Woche auf Manöver in der Meerenge vor Taiwan angekündigt und vorbeifahrenden Schiffen empfohlen, dem chinesischen Festland am Mittwoch nicht zu nah zu kommen. Danach war über ein groß angelegtes Manöver unter Einbeziehung von Chinas Flugzeugträger spekuliert worden. Taiwan hatte am vergangenen Freitag unter den Augen von Präsidentin Tsai Ing-wen die Abwehr eines Angriffs auf die Insel geübt.

Taiwan hatte sich 1949 von China abgespalten, aber nie formell seine Unabhängigkeit erklärt. China sieht die Insel als abtrünnige Provinz, die eines Tages wieder mit dem Festland vereinigt werden soll - notfalls mit militärischer Gewalt.

Seit Taiwans Präsidentin, die Unabhängigkeitsverfechterin Tsai, im Jahr 2016 ihr Amt antrat, haben sich die Beziehungen zwischen Taipeh und Peking deutlich verschlechtert.