Innsbruck-Land

Neues Telfer Bad freute sich über 102.000 Wintergäste

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Besucherstrom im Premierenwinter lag deutlich über den Erwartungen. Im Gastro- und Außenbereich bringt die Sommersaison viel Neues.

Telfs –Temperaturtechnisch herrschte fast schon Badewetter. Markus Huber, Geschäftsführer des Telfer Bades, und BM Christian Härting strahlten gestern mit der Sonne um die Wette, als sie Bilanz über die erste Wintersaison zogen: Schließlich waren seit September bereits über 102.000 Besucher zu verzeichnen – 76.400 im Hallenbad, 26.400 im Saunabereich. „Eigentlich hatten wir mit 50.000 Besuchern kalkuliert“, meint Huber. Der Zuspruch lasse sich zwar „nicht 1:1 in Mehreinnahmen umrechnen“, da er auch Mehraufwand bei Personal sowie Energie- und Wasserverbrauch bedeute, zeige aber dennoch, dass das Bad in Telfs und dem Umland gut angenommen werde.

Im Gegensatz zu den Wochen nach der Eröffnung im vorigen Sommer, wo Störungen bei Kassenautomaten und andere „Kinderkrankheiten“ für einige Komplikationen sorgten, rechnet Härting diesmal mit einem reibungsloseren Start in die Freibadsaison.

Aufgrund von Nachverhandlungen mit der ARGE Swietelsky-AST-IKB, die das 16 Mio. Euro schwere Bad als Totalunternehmer errichtete, stünden im Außenbereich viele Verbesserungen an, so Härting und Huber. Dazu zählen neue Fußduschen beim Übergang ins Hallenbad, 120 neue Spinde sowie Kabinen und Zusatzduschen für Freibadgäste. Beim Außenzugang wird für Barrierefreiheit und eine Überdachung gesorgt. Das Kinderbecken erhält, wie von Badegästen eingefordert, einen Sonnenschutz.

Dazu kommt eine „große Herausforderung“, wie Härting es nennt: Huber und Team haben mit Anfang April auch die Gastronomie im Bad übernommen. Es sei „nicht gelungen, einen geeigneten Pächter zu finden“, räumt Härting ein. Wie berichtet, war der bisherige Pächter vorzeitig aus dem Vertrag ausgestiegen. Kulinarisch wolle man sich zunächst auf die Badegäste konzentrieren, betont Huber, das Restaurant ist vorerst nur für sie geöffnet. Der Kiosk wird künftig, im Gegensatz zum ersten Sommer, küchentechnisch ausgestattet. Der externe Restaurantbetrieb soll – mit adaptiertem Konzept – erst wieder im Herbst starten.

Im September soll auch der Ruheraum im Saunabereich um 20 bis 30 Liegen fast aufs Doppelte ausgedehnt werden. Die Kosten übernehme der Totalunternehmer, der hier zum Teil auch ein planliches „Manko“ eingestanden habe, berichtet Härting.

Dass das Außenbecken des Ganzjahresbades womöglich zu klein dimensioniert sei, glaubt Härting nicht: „Für Durchschnittstage reicht es locker.“ Voraussetzungen für eine etwaige Erweiterung der Wasserfläche in der Zukunft seien aber gegeben.

Vorerst gilt die Konzentration jedoch dem Sommerauftakt mit dichtem Programm: Beim Opening am 1. Mai warten ab 10 Uhr Hüpfburg, „Meerjungfrauenschwimmen“ und Outdoor-Spiele. Nächste Großveranstaltungen sind dann eine Open-Air-Übertragung des klassischen Sommernachtskonzerts aus Schönbrunn (31. Mai), ein Familienfest (2. Juni) und Sommerkino (9. Juni). (md)