Sozialversicherung - Betriebsversammlung in Tiroler Reha-Zentrum

Bad Häring (APA) - Die Sparpläne der Regierung bei der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) haben am Donnerstag die Belegschaft und...

Bad Häring (APA) - Die Sparpläne der Regierung bei der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) haben am Donnerstag die Belegschaft und ihre Vertreter im Reha-Zentrum Bad Häring in Tirol auf den Plan gerufen. Bei einer Betriebsversammlung mit den Fachgewerkschaften GPA-djp und vida sicherte der stellvertretende ÖGB-Vorsitzende Christian Hauser „vollste Unterstützung“ zu.

„Wir sind bereit für Kampfmaßnahmen“, wurde Hauser in einer Aussendung zitiert. Die von Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) geforderte Einsparung, die sich auf Basis der Reduzierung der Beiträge von 1,3 auf 0,8 Prozent berechne, woraus sich 522 Mio. Euro ergeben sollen, bezeichnete er als „Milchmädchenrechnung“. Denn die Kosten für die Verwaltung seien im Jahr 2017 mit 95 Millionen Euro beziffert worden. Die restlichen 427 Millionen Euro sollen offenbar „durch Einsparungen beim Personal, bei den Leistungen, in der Forschung und bei den Patienten“ kommen.

Der Regierung gehe es ohnedies nicht nur um Einsparungen, sondern um „Umverteilung von Macht, von der Selbstverwaltung hin zur Politik“, vermutete Hauser. Zudem stehe hinter diesem Schritt offenbar das „Interesse der Industriellenvereinigung, die die UV-Beiträge seit langem senken will“, so Hauser.