Vergiss den Jet, wir sind „On The Run“: Debüt von Pressyes - Popnews

Wien (APA) - *...

Wien (APA) - *

Statt mit dem Jet unterwegs, ist Rene Mühlberger nun „On The Run“: Nach der Auflösung seiner Band Velojet hat sich der Musiker neuen Ufern zugewandt, ist doch an die Stelle von Indie-Rock ein eklektischer Popmix getreten, der allerlei Ausflüge in fremde Welten zulässt. Als Pressyes begeistert er nun mit der zuvor genannten Single sowie dem gleich betitelten Debütalbum, das am 11. Mai das Licht der Welt erblickt. Darauf braucht er Vergleiche mit internationalen Größen wie Awolnation keineswegs zu scheuen. In „Summertime“ geht es leichtfüßig der Sonne entgegen, „California“ ist wiederum der perfekte Soundtrack für einen Roadtrip, inklusive jaulender Gitarren. Live stellt Mühlberger, unterstützt von Marlene Lacherstorfer am Bass und Alex Kerbl an den Drums, sein neues Babys am 23. Mai im Wiener B72 vor.

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Einmal freigespielt, musiziert es sich viel leichter: Hat das US-Duo Wye Oak vor einigen Jahren die Gitarren gehen allerlei Synthies und Keyboards eingetauscht, so gehen Jenn Wasner und Andy Stack auf ihrem neuen Output „The Louder I Call, The Faster It Runs“ noch weiter und türmen Sound über Sound, Schicht über Schicht. Der Alternative-Anstrich früher Tage ist zwar weiter in den Hintergrund getreten, aber die poppige Schlagseite mit Faible für krude Einfälle und Arrangements, die sich erst nach und nach erschließen, macht mindestens ebenso viel Spaß. In Stücken wie „Lifer“ wird es zart und melancholisch, während „Over and Over“ fordernd nach vorne treibt. Am 27. April präsentieren Wye Oak ihre neuen Songs im Wiener Fluc.

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Es geht wieder rund - beziehungsweise um die Leidenschaft am Runden: Am Samstag (21. April) heißt es wieder Schlangestehen für den Record Store Day. Beim internationalen Event, der das schwarze Gold auch in färbigen Vinyl-Versionen hochleben lässt, nehmen neuerlich auch wieder etliche Musikläden in Österreich teil. Neben Sondereditionen und Neuauflagen, deren Bandbreite von ABBA bis Celtric Frost, von Cypress Hill bis The Who reicht, gibt es dabei auch Instore-Auftritte zu erleben: Singer-Songwriter Bernhard Eder wird etwa im Recordbag in Wien zur Gitarre greifen, ins Salzburger Minerva Records kommen u.a. joanesk und Abby Lee Tee und Squared Timber treten im Musikladen Jehle & Müllner in Feldkirch auf. Alle Infos zu den Aktionen und Veranstaltungen gibt es unter www.recordstoredaygermany.de.

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Feiner Pop und große Melodien, diese Kombination liegt Tobias Siebert: Der Berliner Musiker, der Zeit seiner Karriere unterschiedlichste Engagements hatte und mit etlichen Bands der weitläufigen deutschen Alternative-Familie zusammenarbeitete, zeigt dies als And The Golden Choir ganz deutlich. Sein zweites Album unter diesem Namen, „Breaking With Habits“, verfolgt zwar die Aufgabe aus dem Titel, bricht letztlich aber nicht ganz mit seiner Erfolgsformel. Üppig arrangierte, mit reichlich Liebe zum Detail fertiggedachte Popsongs, die zum Wiederhören einladen. Am 4. Mai stellt Siebert, mittlerweile als And The Golden Choir mit Band unterwegs, seine neue Schöpfung live im Wiener B72 vor.

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Ein wirklich buntes Artwork haben Please Madame ihrem Album „Young Understanding“ verpasst. Wer dem Salzburger Quartett Aufmerksamkeit schenkt, weiß auch bald, warum: Hier wird Indie-Rock geboten, der nur ungern still sitzt und immer wieder aus seiner engen Schublade ausbricht. Wird im zarten Opener „Glitter“ das Glänzende noch dezent angedeutet, wird im darauffolgenden „Gold“ Energie großgeschrieben und punkten Please Madame mit reichlich Verve und Chuzpe. Angst vorm Pop? Keineswegs! Schließlich passen gute Melodien und scharfe Gitarren doch bestens zusammen. Eine mehr als bekömmliche Mischung, die Please Madame ab 22. April auch auf umfangreicher Tour servieren - darunter Gigs in Salzburg, Linz und Wien.

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Es war also doch „nur“ eine Fingerübung: Im Vorjahr hat Jazzer Kamasi Washington eine - für seine Verhältnisse - kurze EP mit nur etwas mehr als einer halben Stunde Spielzeit auf den Markt geworfen. Heuer legt der US-Amerikaner, der 2015 mit „The Epic“ diesem Titel alle Ehre machte, nach: „Heaven and Earth“ heißt sein neues Doppelalbum, das am 22. Juni erscheint. Zwei kurze, gerade mal einminütige Videos machen jetzt schon Lust auf opulente Arrangements und das besondere Melodieverständnis des Saxofonisten. Insgesamt darf man zweieinhalb Stunden Musik erwarten, heißt es in ersten Ankündigungen. Und wie das klingt, wird man vielleicht schon am 19. Mai erfahren, wenn Washington mit seinen Mitmusikern im Wiener Konzerthaus aufspielen wird.