Biathlon: Russischer Funktionär dementierte Bestechung bei WM-Vergabe

Moskau/Wien (APA/dpa) - Im Skandal um Doping und Korruption im Biathlon-Weltverband IBU hat der russische Spitzenfunktionär Viktor Maigurow ...

Moskau/Wien (APA/dpa) - Im Skandal um Doping und Korruption im Biathlon-Weltverband IBU hat der russische Spitzenfunktionär Viktor Maigurow Bestechung bei der Vergabe der WM 2021 an Tjumen in Sibirien dementiert. Der 49-Jährige wies auch Vorwürfe zurück, der IBU-Präsident Anders Besseberg oder Generalsekretärin Nicole Resch hätten positive russische Dopingproben verschwinden lassen.

Sie hätten dafür kein Motiv gehabt, sagte der Ex-Biathlet am Mittwoch der staatlichen russischen Agentur R-Sport in Moskau. Österreichs Wirtschafts-und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) ermittelt im Biathlon-Skandal gegen zwölf Personen, zu denen auch Betreuer und Sportler des russischen Biathlon-Teams zählen. Es geht unter anderem um die WM 2017 in Hochfilzen. Besseberg und Resch haben wegen der Ermittlungen ihre Ämter ruhend gestellt.

Maigurow sagte, er sei nicht sicher, dass der 72-jährige Norweger Besseberg an die Verbandsspitze zurückkehre, selbst wenn sein guter Name vor Gericht wiederhergestellt werden sollte. Wegen der Doping-Vorwürfe gegen Russland hat die IBU Tjumen die WM schon wieder aberkannt.

Maigurow sagte, bei der Bewerbung habe das Organisationskomitee sein Angebot vorgestellt, zum Beispiel Charterflüge für alle Mannschaften nach Tjumen zu übernehmen. „Aber zu sagen, dass Russland für jede Stimme 25.000 bis 100.000 Euro gezahlt haben soll, entbehrt jeder Realität“, betonte der Funktionär.