Bezirk Lienz

St. Jakob informiert per App

Infos zu Wahlen oder zur Sperrmüllsammlung kommen aufs Handy.
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Eine App erspart Bürgern das Anrufen im Gemeindeamt. 300 Personen sind registriert.

Von Catharina Oblasser

St. Jakob i. D. –Seit Anfang Februar bietet St. Jakob im Defereggen eine Gemeinde­information per Handy an. Über eine WhatsApp-Funktion empfängt der Bürger Wissenswertes über Straßensperren, Baustellen, die Öffnungszeiten des Wahllokals oder den nächsten Termin für die Sperrmüllsammlung.

„Die Idee entstand im letzten Winter“, erklärt der St. Jakober Bürgermeister Ingo Hafele. „Durch den vielen Schnee kam es immer wieder zu Behinderungen. Die Leute haben deshalb ständig beim Gemeindeamt angerufen, um zu fragen, ob die Straße jetzt gesperrt sei oder nicht, und Ähnliches.“ Vor allem St. Jakober, die ihren Arbeitsplatz außerhalb des Tals haben, hätten immer aktuelle Informationen gebraucht.

Die neue App erspart sowohl den vielen Anrufern als auch den Bediensteten im Gemeindamt das ständige Telefonieren. „Jeder, der möchte, kann sich bei uns anmelden und empfängt dann über diesen Infokanal die wichtigsten Neuigkeiten“, sagt der Bürgermeister. Registrieren kann man sich in wenigen Schritten über die Homepage der Gemeinde oder auch direkt im St. Jakober Gemeindeamt.

Was im Gegensatz zu einer herkömmlichen WhatsApp-Gruppe nicht möglich ist: Auf die Meldungen der Gemeinde zu reagieren oder selbst Nachrichten auszusenden. Hafele betont auch, dass – anders als auf der Gemeinde-Homepage – nur die wichtigsten Informationen übermittelt werden. „Wir wollen den Abonnenten nicht mit ständigen Mitteilungen lästig werden. Im Durchschnitt kommt eine Meldung pro Woche.“

Mittlerweile hat die Info-App mehr als 300 Abonnenten. „Das Feedback ist sehr positiv“, meint der Bürgermeister. In Anbetracht dessen, dass St. Jakob nur 800 Einwohner hat, sei die App ein voller Erfolg.

Der Anbieter dieser Gemeinde-App ist eine Spezialfirma mit Sitz in Wien. St. Jakob sei bisher die einzige Tiroler Gemeinde, die dieses Angebot nutze, heißt es aus Wien. Pro Jahr fallen Kosten von 1500 Euro für das Service an, maximal 1000 Abonnenten sind möglich.