Museum Liaunig feiert Zehn-Jahr-Jubiläum mit Sonderschau

Neuhaus (APA) - Mit der Ausstellung „Umrahmung schräg gekippt“ feiert das Museum Liaunig im Südkärntner Neuhaus/Suha sein Zehn-Jahr-Jubiläum...

Neuhaus (APA) - Mit der Ausstellung „Umrahmung schräg gekippt“ feiert das Museum Liaunig im Südkärntner Neuhaus/Suha sein Zehn-Jahr-Jubiläum. Die Sammlung besteht aus Werken von 1945 bis heute und wurde aus dem Museumsbestand zusammengestellt. Es sei eine frei assoziative und weniger eine streng kunsthistorische Auswahl, erklärte Kurator Günther Oberhollenzer bei der Präsentation am Donnerstag.

Werke von 101 Künstlern vor allem aus Österreich hat Oberhollenzer dafür aus den umfangreichen Beständen des Kärntner Industriellen und Kunstsammlers Herbert Liaunig zusammengestellt. Den Titel dafür nahm er von einem Bild Gerhard Frömels. „Der Titel hat mir gefallen, er beschreibt sehr gut dieses Museum, das Unkonventionelle daran“, sagte der Kurator.

Acht Themen, als assoziative Zugänge und Hilfestellung für das Publikum gedacht, hat er in dem großen Hauptraum aneinandergereiht. Das sind Geometrie, Schrift, Text und Worte, die Struktur, das Licht, gestische Abstraktion, abstrahierende Malerei, eine stärkere Figuration sowie schließlich Skulpturen im Dialog mit Zeichnung im Grafik-Kabinett.

Zu jedem Thema fand er mehrere Beispiele österreichischer Künstler aus dem 20. und zum Teil auch 21. Jahrhundert, denen er vereinzelt internationale Maler gegenüberstellte. Dabei wollte er besondere Bereiche, bei denen die Familie in die Tiefe gesammelt habe, hochleben lassen und andererseits auch sehr bekannte Künstler nicht so bekannten gegenüberstellen, erklärte Oberhollenzer. Er schwärmte von dem Museum, in dem er sich „sofort zu Hause fühlte“ und die Freude darüber, mit Tageslicht arbeiten zu können. Denn Ausstellungsräume bestünden sonst meist aus dunklen Kammern, wo man in Kojen mit Spots die Bilder ausleuchte.

In Ausstellungsraum im Parterre ist von Mai bis Juni eine Peter-Pongratz-Retrospektive zu sehen. Pongratz sei einer der ältesten Freunde der Familie, sagte Peter Liaunig. Die Schau zeige einen Querschnitt durch alle Werkphasen. Im Juli und August sind Arbeiten von Maria Elisabeth Prigge zu sehen, im September und Oktober folgt eine Sonderausstellung mit Werken von Reimo Wukounig.

Erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird im Museum Liaunig auch die Briefmarkensammlung Herbert Liaunigs. Gezeigt werden seltene österreichische und lombardo-venetische Frei-, Zeitungs- und Zeitungsstempelmarken aus der Zeit von 1850 bis 1867.

(S E R V I C E - „Umrahmung schräg gekippt. Die Sammlung Liaunig in Bewegung“. Ausstellung im Museum Liaunig, 9155 Neuhaus 41. Eröffnung am 29. April. Geöffnet bis 28. Oktober, jeweils Mittwoch bis Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr. Führungen jeweils um 11.00 und um 14.00 Uhr angeboten. http://www.museumliaunig.at)