„Mutlose Klimastrategie“: WWF kritisiert Regierung
Umweltorganisation WWF zerlegt Regierungsentwurf und nennt ihn „Schwarzbuch“.
Von Michael Sprenger
Wien –Nach einer umfassenden Analyse der geplanten Klima- und Energiestrategie der Regierung kommt der WWF (World Wild Fund for Nature) gemeinsam mit dem Energieexperten Andreas Veigl zu einem „vernichtenden Ergebnis“. Sie sprechen von einem „Schwarzbuch Klimastrategie“ und erkennen eine mutlose Politik.
Umweltministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) und Infrastrukturminister Norbert Hofer (FPÖ) sehen in dem 60-seitigen Papier hingegen einen „konstruktiven Weg der Mitte“ hin zur Erreichung der 2030-Klimaziele.
Für die Umweltorganisation dürfte Österreich mit den geplanten Maßnahmen beim Klimaschutz zurückfallen und „riskiert eine internationale Blamage“. Das Pariser Abkommen werde „meilenweit verfehlt“. Worauf bezieht sich nun die Kritik des WWF? Vieles ist nur vage formuliert, dem Entwurf „fehlt eine klare Perspektive der Klimaneutralität“. Die Klima- und Energiestrategie geht sogar hinter den Vorgaben des schwarz-blauen Regierungsprogramms zurück, lautet der Vorwurf. Zudem drohe eine Verlängerung umweltschädlicher Subventionen.
Der WWF fordert daher eine ambitionierte ökosoziale Steuerreform. Diese soll aufkommensneutral aufgesetzt werden, in dem Energie- und Ressourcenverbrauch verteuert und gleichzeitig Arbeit, Gesundheit und Umweltinvestitionen verbilligt werden. Zudem fordert der WWF einen „schrittweisen, aber möglichst raschen Ausstieg“ aus fossiler Energie in den Bereichen Mobilität, Gebäudeheizung und Kraftwerks-Infrastruktur.
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