Leitbörsen in Fernost schließen mit Kursverlusten

Tokio (APA) - Kursverluste bei Technologie-Werten haben Asiens Börsen am Freitag deutlich belastet. Der Nikkei-225 Index in Tokio verlor um ...

Tokio (APA) - Kursverluste bei Technologie-Werten haben Asiens Börsen am Freitag deutlich belastet. Der Nikkei-225 Index in Tokio verlor um 28,94 Zähler oder 0,13 Prozent auf 22.162,24 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong fiel um 290,11 Zähler (minus 0,94 Prozent) auf 30.418,33 Einheiten. Der Shanghai Composite gab 45,84 Punkte oder 1,47 Prozent auf 3.071,54 Punkte ab.

Auch die Märkte in Indien und Australien zeigten sich mit Kursverlusten. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 34.377,42 Zählern mit minus 49,87 Punkten oder 0,14 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney verlor 12,0 Zähler oder 0,20 Prozent auf 5.964,40 Einheiten.

Konjunkturseitig stand die Inflation in Japan im Fokus. Diese bleibt deutlich hinter dem Ziel der Währungshüter zurück. Immerhin bestätigten die Daten für den März aber den jüngsten Aufwärtstrend. Die Kernrate, bei der schwankungsanfällige Preise für Energie und Nahrungsmittel herausgerechnet werden, ist im März um 0,9 Prozent gestiegen.

Branchenseitig gaben die Technolgie-Aktien ein düsteres Bild ab. Der bedeutende taiwanische Chiphersteller TSMC hatte einen unerwartet schwachen Umsatzausblick gegeben, was Sorgen um die Geschäfte in der ganzen Smartphone-Branche auslöste. TSMC gehört unter anderem zu den wichtigsten Zulieferern von Apple.

TSMC sackten im TPE Index um 6,3 Prozent ein. Das Unternehmen rechnet im laufenden Quartal mit einer Milliarde US-Dollar weniger Umsatz als Analysten bisher erwartet hatten. Zugleich kappte TSMC seine Wachstumserwartungen an den Gesamtmarkt.

In China fielen Lenovo um 4,3 Prozent und BYD um 2,4 Prozent. In Tokio verloren Murata Manufacturing knapp zwei Prozent und Advantest gaben 2,2 Prozent ab.

Außerdem fielen die japanischen Notierungen von Takeda Pharmaceutical um 4,67 Prozent ab. Das Analysehaus RBC Capital rechnet angesichts der am Donnerstag entstandenen Übernahmespekulationen um Shire mit einer Nachbesserung durch den japanischen Pharmakonzern. Analyst Douglas Miehm begründete diese Einschätzung in einer Studie mit der finanziellen Flexibilität der Japaner. Frühere Gebote von Takeda ließen darauf schließen, dass sich das Unternehmen vor einer möglichen Gewinnverwässerung nicht allzu viele Sorgen mache.