Erste Liga

WSG Wattens gegen Liefering: Sehr viel Licht, aber keine Tore

Auffälligster Akteur am Rasen – David Schnegg schlüpfte seitens der Wattener in vielen Szenen in die Rolle des Spielgestalters.
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Die WSG Wattens verschleuderte beim 0:0 gegen Liefering reihenweise große Chancen. Routinier Benni Pranter unterzeichnete einen Dreijahresvertrag.

Von Alex Gruber

Wattens — Noch vor dem Anpfiff gegen Liefering gab es am Freitag im Haus der WSG Wattens Grund zur Freude. Die frohe Botschaft wurde verkündet, dass Routinier Benni Pranter um drei Jahre bei den Grünweißen verlängert hat. Am Abend musste der 28-jährige WSG-Topscorer (neun Saisontore/vier Assists), der seit 2011 in über 200 Pflichtspielen 69 Tore geschossen hat, mit seinem feinen rechten Fuß symbolisch auf der Bank Platz nehmen, eine Prellung machte einem Einsatz einen Strich durch die Rechnung.

Über Pranters großen Stellenwert in der Kreativabteilung sagt der einst von Sportmanager Stefan Köck getätigte Spruch „No Pranter, no party" ohnehin fast alles. „Benni ist seit Längerem absoluter Leistungsträger. Sowohl der Verein als auch der Spieler wissen, was sie aneinander haben", zeigt sich Köck glücklich, eine Top-Aktie weiter in den eigenen Reihen zu wissen. Pranter stimmte ein: „Seit 2011 ist die WSG eine Heimat und es erfüllt mich mit Stolz, die zehn Jahre vollzumachen."

Die WSG hat ja durchaus große Ziele in der kommenden Zweitliga-Saison. Noch gilt es aber die Spannung in dieser Spielzeit hochzuhalten. Die lupenreine Statistik gegen Liefering mit sieben ungeschlagenen Duellen (vier Siege, drei Remis) sollte am Freitag erneut bestätigt werden.

Bleiben bei der WSG Wattens gemeinsam am Ball – Benni Pranter (l.) verlängerte zur Freude von Sportmanager Stefan Köck um drei Jahre.
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WSG-Coach Thommy Silberberger verdichtete gegen die Jungbullen im 3-5-2-System mit drei zentralen Mittelfeldspielern (Toure, Nitzlnader; davor Toure) das Zentrum, Wattens erarbeitete sich ein klares Übergewicht. Die Flanken von David Schnegg erzeugten erste Gefahrenmomente, ehe es nach einer halben Stunde zu einer Eckenserie kam: Zunächst probierte es Schnegg direkt (30./Liefering-Goalie Coronel klärte), dann gab's fast ein Eigentor (32.), ehe wieder Katnik (33.) an der Reihe war. Die nächste Schuss-Chance gehörte wieder Schnegg (37.), der beim Fehlen von Pranter stellvertretend fast immer seine Beine im Spiel hatte. Nach einem weiteren Katnik-Sitzer (42.) wäre die Pausenführung längst überfällig gewesen.

Es dauerte keine 30 Sekunden, da hatte Milan Jurdik nach Wiederanpfiff die nächste Chance. Bei Liefering war mittlerweile der 17-jährige Innsbrucker Rene Hellermann am Feld, der im Winter von der Akademie Tirol nach Salzburg gewechselt war. Ihm gehörte auch der erste Torschuss der Gäste (61.), davor hatte Roger Tamba (60.) den x-ten Hochkaräter für die Hausherren vergeben. Präsidentin Diana Langes brauchte nicht nur eine Zigarette.

Es war letztlich unmöglich, alle Chancen aufzuzählen. Den Matchball hatte Jurdik, der an Coronel (86.) scheiterte, einen möglichen Nachschuss wehrte Gorzel vor der Linie ab. So war es letztlich eher eine bittere Nullnummer.