Kneissl besprach in Moskau Flüchtlingsfragen mit russischer NGO

Moskau/Wien (APA) - Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ) hat zum Abschluss ihres zweitägigen Aufenthalts in Moskau am Freitagnachmittag die M...

Moskau/Wien (APA) - Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ) hat zum Abschluss ihres zweitägigen Aufenthalts in Moskau am Freitagnachmittag die Menschenrechtsorganisation Memorial besucht. Die traditionsreiche NGO stand zuletzt unter deutlichem Druck vonseiten russischer Behörden.

In ihrem 40-minütigem Treffen habe die Außenministerin mit vier führenden Mitarbeitern von Memorial neben allgemeinen politischen Themen, insbesondere Fragen von Asyl, der Integration von Flüchtlingen und der Deradikalisierung von Terorrismus-affinen Personen besprochen, erklärte eine Sprecherin der Organisation gegenüber der APA. „Uns ist diese Unterstützung wichtig, wird sind auch eine internationale Organisation und derartige Treffen gehören zu unserer Arbeit“, sagte die Sprecherin.

Für die Erörterung konkreter Probleme von Memorial, die Frage der Einstufung von Teilorganisationen als „Ausländischer Agent“ durch die russischen Behörden, ein fragwürdiges Ermittlungsverfahren gegen den Leiter der tschetschenischen Memorial-Filiale oder den ebenso fragwürdigen Gerichtsprozess gegen den Leiter der karelischen Filiale, habe es aus Zeitgründen jedoch keine Gelegenheit gegeben, erklärte die Vertreterin der Menschenrechtsorganisation.