Deutschland fordert Aufklärung des Todes von russischem Journalisten
Berlin (APA/AFP) - Die deutsche Bundesregierung hat eine umfassende Aufklärung des Todes des russischen Investigativjournalisten Maxim Borod...
Berlin (APA/AFP) - Die deutsche Bundesregierung hat eine umfassende Aufklärung des Todes des russischen Investigativjournalisten Maxim Borodin angemahnt. Die Umstände von Borodins Tod müssten „transparent und restlos aufgeklärt werden“, erklärte die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Bärbel Kofler, am Freitag.
„Russland muss sicherstellen, dass unvoreingenommen in alle Richtungen ermittelt wird. Leider ist dies in der Vergangenheit nicht immer geschehen.“
Borodin war am Sonntag nach einem Sturz vom Balkon seiner Wohnung in der Stadt Jekaterinburg gestorben. Die Ermittler sprechen von einem „unglücklichen Vorfall“; es gibt demnach „kein Anzeichen dafür, dass ein Verbrechen begangen wurde“.
Kofler erklärte, sie sei „besorgt“ über den Umgang mit Borodins Tod. Demnach soll sich der Investigativjournalist vor seinem Tod bedroht gefühlt haben.
Borodin arbeitete für den Pressedienst Nowi Den (Neuer Tag) und hatte jüngst über den Tod mehrerer russischer Söldner der sogenannten Gruppe Wagner in Syrien geschrieben. Das private russische Sicherheitsunternehmen kämpft seit 2015 in Syrien.
Nach Angaben des Komitees zum Schutz von Journalisten wurden seit 1992 in Russland 58 Reporter getötet. Die Hintermänner dieser Verbrechen werden jedoch nur selten überführt.
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