Einführung von Todesstrafe für Kinder-Vergewaltiger in Indien möglich
Neu-Delhi (APA/AFP) - Die indische Regierung erwägt die Einführung der Todesstrafe für Vergewaltiger von Kindern. Das Justizministerium habe...
Neu-Delhi (APA/AFP) - Die indische Regierung erwägt die Einführung der Todesstrafe für Vergewaltiger von Kindern. Das Justizministerium habe den Obersten Gerichtshof darüber informiert, dass die Regierung eine entsprechende Änderung des Kinderschutzgesetzes „aktiv in Erwägung ziehe“, berichtete die Nachrichtenagentur Press Trust of India am Freitag.
Hintergrund sind Massenproteste nach den jüngsten brutalen Vergewaltigungen im Land. Frauenministerin Maneka Gandhi hatte bereits vergangene Woche die Einführung der Todesstrafe für die Vergewaltigung von Kindern unter zwölf Jahren gefordert. Zuletzt erschütterte der Fall eines Abgeordneten der Regierungspartei BJP im Bundesstaat Uttar Pradesh das Land, der eine Jugendliche missbraucht haben soll. Zudem sorgte die Vergewaltigung und Ermordung einer achtjährigen Muslimin für Entsetzen.
Die beiden Fälle führten zu den größten Protesten seit der Gruppenvergewaltigung einer Studentin in Neu Delhi im Jahr 2012, die später ihren Verletzungen erlag. Anschließend wurden zwar die Strafen für Vergewaltiger in Indien deutlich verschärft. Die Zahl der Angriffe auf Frauen in dem Land ist aber weiterhin hoch. Jährlich werden 40.000 Fälle angezeigt.
In Indien gibt es bereits die Todesstrafe für besonders brutale Morde oder Terrorangriffe. Entsprechende Urteile werden aber selten vollstreckt.
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