Perus Ex-Präsident Fujimori wegen Morden von 1992 vor Gericht
Lima (APA/AFP) - Vier Monate nach seiner umstrittenen Begnadigung ist der peruanische Ex-Präsident Alberto Fujimori am Freitag wegen Anschul...
Lima (APA/AFP) - Vier Monate nach seiner umstrittenen Begnadigung ist der peruanische Ex-Präsident Alberto Fujimori am Freitag wegen Anschuldigungen im Zusammenhang mit dem Tod von sechs Landwirten im Jahr 1992 vor Gericht erschienen. Die Staatsanwälte forderten den 79-Jährigen dazu auf, bis zum Ende des Prozesses im Land zu bleiben.
Der ehemalige Präsident besitzt neben der peruanischen auch die japanische Staatsbürgerschaft. Fujimori war wegen Menschenrechtsverbrechen während seiner Amtszeit (1990-2000) zu 25 Jahren Haft verurteilt worden. Seine Begnadigung durch Präsident Kuczynski löste einen Sturm der Entrüstung aus. Kritiker vermuteten einen Deal mit dem Sohn Fujimoris und weiteren Abgeordneten aus dem Fujimori-Lager, die drei Tage vor dem Gnadenerlass nicht für ein Amtsenthebungsverfahren gegen Kuczynski gestimmt hatten. Mittlerweile ist Kuczynski zurückgetreten.
Offiziell war Fujimori wegen gesundheitlicher Probleme begnadigt worden. Am 5. Jänner kam er nach zwölf Jahren hinter Gittern frei. Ein Gericht entschied jedoch später, dass die Begnadigung nicht den Fall der durch Todesschwadronen ermordeten Bauern betreffe.
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