Tote Migranten in Lkw: Lebenslang für Fahrer in Texas
Die Migranten sollen in dem Sattelschlepper ohne Klimaanlage und Wasserversorgung über die mexikanische Grenze nach San Antonio gefahren worden sein. In der Region lagen in der Zeit die Außentemperaturen bei 38 Grad Celsius.
San Antonio – Ein Lastwagenfahrer ist im US-Staat Texas wegen Menschenschmuggels mit tödlichem Ausgang zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Im Juli 2017 hatten in San Antonio Mitarbeiter eines Supermarkts die Leichen von acht Migranten in einem vor dem Gebäude abgestellten Lkw entdeckt. Etwa 30 weitere zusammengepferchte Menschen wurden dehydriert oder mit Hitzschlag ins Spital gebracht, zwei starben dort.
Die Migranten sollen in dem Sattelschlepper ohne Klimaanlage und Wasserversorgung über die mexikanische Grenze nach San Antonio gefahren worden sein. In der Region lagen in der Zeit die Außentemperaturen bei 38 Grad Celsius. Der damals 61 Jahre alte Fahrer wurde festgenommen. Im Oktober bekannte sich der Mann schuldig, nun fiel das Urteil, wie das Justizministerium am Freitag (Ortszeit) mitteilte. Die Möglichkeit einer Freilassung auf Bewährung schloss der Richter aus.
Prozess im ungarischen Kecskemet
Im ungarischen Kecskemet läuft derzeit der Prozess um das A4-Flüchtlingsdrama von 2015 im Burgenland. 14 Personen – elf Bulgaren, zwei Afghanen sowie ein bulgarisch-libanesischer Staatsbürger – sind angeklagt. Sie sollen Schuld am Erstickungstod der Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan, dem Iran und dem Irak sein. Unter den 71 Todesopfern waren vier Kinder. Drei der 14 Angeklagten sind noch auf der Flucht. Seit Juni 2017 wird in Kecskemet verhandelt. (APA/dpa)