Zehn Jahre „Come On!“: Symposium mit Bilanz zu NÖ Fördermodell
Wiener Neustadt (APA) - Zum zehnjährigen Bestehen des Fördermodells präsentiert das Symposium „selbstbestimmt! – 10 Jahre niederösterreichis...
Wiener Neustadt (APA) - Zum zehnjährigen Bestehen des Fördermodells präsentiert das Symposium „selbstbestimmt! – 10 Jahre niederösterreichische Jugendkulturförderung Come On!“ am Donnerstag im Stadttheater Wiener Neustadt eine Bilanz und einige erfolgreiche Beispiele. Bisher wurden mit Unterstützung des Landes in Kooperation mit der Kulturvernetzung NÖ an die 1.000 Projekte realisiert.
Seit 2008 werden laut einer Aussendung jährlich rund 100 Projekte gefördert. Das Jahresbudget beträgt 500.000 Euro. Die Förderschiene „Come On!“ unterstützt gezielt junge Menschen im Alter zwischen 14 und 29 Jahren bei der Realisierung ihrer künstlerischen Visionen sowie bei kulturellen Aktivitäten und Events. Die Bandbreite der eingereichten Projekte ist ebenso vielfältig wie genreübergreifend und reicht vom Kurzfilm über Graphic Novels und Theateradaptionen bis zu Tanzworkshops und Musikfestivals.
So stellt etwa die Kunstfabrik Groß Siegharts im Waldviertel einen eigenen Raum für junge Kunst zur Verfügung und organisiert Veranstaltungen für junge Künstler. Der von „Come On!“ mitgeförderte Kurzfilm „Henry“ war seit Oktober 2015 bei 19 internationalen Kurzfilmfestivals eingeladen, gewann Preise in Berlin, North Carolina und Buenos Aires und war beim Österreichischen Filmpreis 2017 als bester Kurzfilm nominiert. Tagtool, das von jungen Tullnern entwickelte Zeicheninstrument, erhielt eine Startförderung von „Come On!“ und findet mittlerweile im internationalen Kunstbetrieb Anwendung, so auch 2017 bei der Ars Electronica in Linz.
In Vorträgen und Arbeitskreisen werden beim Symposium Fragen untersucht wie: Worin unterscheidet sich Jugendkultur von Jugendarbeit? Welche Auswirkungen hat eine lebendige Jugendszene auf kleine Städte und Gemeinden? Welche unterstützenden Maßnahmen kann man jugendlichen Kulturschaffenden anbieten und wie sieht die Jugendkultur der Zukunft aus?
Manfred Zentner vom Department Migration und Globalisierung an der Donau-Universität Krems stellt die Ergebnisse seiner Studie zum „Nutzen von Jugendkulturveranstaltungen in Niederösterreich“ vor. Die Jugendkulturforscherin Natalia Wächter (Department Pädagogik und Rehabilitation, Ludwig-Maximilians-Universität, München) spricht zum Thema „Unterschätzte Jugendkultur – Funktionen von Jugendkultur(en) für die individuelle und gesellschaftliche Entwicklung“.
(S E R V I C E - Stadttheater Wiener Neustadt, 26. April, ab 14.00 Uhr: Symposium und Filmabend „selbstbestimmt! – 10 Jahre niederösterreichische Jugendkulturförderung Come On!“, www.come-on.at, www.kulturvernetzung.at, Eintritt frei, Reservierung erforderlich unter Tel. 2639 / 25 52 oder anmeldung@kulturvernetzung.at)
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