Salzburg-Wahl - Wirkliche Freude nur bei der ÖVP in Oberösterreich
Salzburg (APA) - Wirklich zufrieden war in OÖ nur VP-Chef LH Thomas Stelzer. Bei SPÖ und Grünen überwog Enttäuschung, bei der FPÖ sah man zu...
Salzburg (APA) - Wirklich zufrieden war in OÖ nur VP-Chef LH Thomas Stelzer. Bei SPÖ und Grünen überwog Enttäuschung, bei der FPÖ sah man zumindest „keinen Grund zu jammern“. Die Landeschefs von SPÖ und FPÖ wollen ihre Parteikollegen in Salzburg in einer Koalition sehen. Die Grünen trösten sich mit der Innsbruck-Wahl, wo Georg Willi in die Stichwahl komme, wie die oö. Grünensprecherin Maria Buchmayr zur APA sagte.
LH Stelzer gratulierte seinem Salzburger Amts- und Parteikollegen Wilfried Haslauer und sieht in dessen Wahlerfolg „eine Bestätigung für eine moderne bürgerliche Politik“. Das Wahlergebnis zeige, dass sich konsequente Arbeit für das Bundesland auszahle. Stelzer in einer Aussendung: „Ich vergönne ihm diesen Erfolg von Herzen.“
FPÖ-Landesparteichef LHStv. Manfred Haimbuchner sieht ein „respektables“, wenn auch „ausbaufähiges“ Ergebnis seiner Partei. Ob das Antreten von Karl Schnell und seiner FPÖ-Abspaltung FPS den Freiheitlichen geschadet habe, müsse man erst analysieren. Aber es sei dennoch gut, den Wechsel von Schnell zu Marlene Svazek vollzogen zu haben, ist Haimbuchner überzeugt - „sonst wäre das Ergebnis schlechter gewesen“. Was eine Koalition angeht, betonte er „ein Freund des Regierens“ zu sein. Es stelle sich für ihn aber die „Gretchenfrage, ob ein weiterer schwarzer Landesfürst mit SPÖ oder Grünen“ regieren wolle.
SPÖ-Landesvorsitzende Landesrätin Birgit Gerstorfer empfindet angesichts der roten Verluste „natürlich keine Freude“. Den Grund für das magere Abschneiden der Salzburger SPÖ sieht sie in einem „sehr starken Landeshauptmann“ mit einem dementsprechenden LH-Bonus, was offenbar ein starkes Wahlmotiv gewesen sei. Sie würde den Salzburger Genossen den Gang in eine Koalition „doch sehr stark empfehlen“, wenn auch nicht „um jeden Preis“, wie Gerstorfer im Gespräch mit der APA sagte.
Die Grüne Landessprecherin Maria Buchmayr findet das Ergebnis ihrer Partei zwar „auf den ersten Blick enttäuschend“, aber man müsse auch sehen, dass es das zweitbeste in der Geschichte der Salzburger Grünen sei und die Partei beim letzten Urnengang nach dem Finanzskandal überdurchschnittlich gut abgeschnitten habe. Dass die Salzburger Grünen-Chefin Astrid Rössler ihren Rücktritt anbieten will, könne sie persönlich verstehen. Aber: „Ich schätze sie sehr.“ Natürlich würde sie die Grünen gerne in einer Landesregierung sehen, allerdings dürfte sich das nicht ausgehen. Allerdings sah Buchmayr auch Grund zur Freude am Sonntagabend: In Innsbruck werde der Grüne Kandidat Georg Willi in die Stichwahlen kommen.
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