Europas Leitbörsen zur Eröffnung etwas schwächer

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen haben am Montag etwas schwächer eröffnet. Der Euro-Stoxx-50 notierte um 0,23 Prozent t...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen haben am Montag etwas schwächer eröffnet. Der Euro-Stoxx-50 notierte um 0,23 Prozent tiefer bei 3.486,05 Einheiten.

Der DAX in Frankfurt fiel um etwas stärkere 0,57 Prozent auf 12.490,11 Punkte. In London notierte der FTSE-100 knapp behauptet mit einem Minus von 0,05 Prozent bei 7.364,23 Zählern.

Weder von einer Entspannung im Nordkorea-Konflikt noch von besser als erwartet ausgefallen Einkaufsmanagerindizes aus Deutschland und Frankreich konnten die europäischen Aktienmärkte im Frühhandel profitieren. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hatte am Wochenende die Aussetzung der Atom- und Raketentests seines Landes angekündigt.

Auf Unternehmensseite lieferte vor allem die laufende Berichtssaison Impulse. So zogen die Aktien von Philips an der Spitze des Euro-Stoxx-50 um 3,95 Prozent an. Der niederländische Medizintechnikkonzern hat von guten Geschäften in China und den USA profitiert. Vor allem eine große Nachfrage nach Produkten wie Computertomographie- und Ultraschallgeräten brachte dem Unternehmen im ersten Quartal einen Anstieg des Ergebnisses vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebita) von 15 Prozent auf 344 Mio. Euro ein.

Der zweite große Gewinner im Euro-Stoxx-50 waren die Anteilsscheine von Fresenius mit einem Plus von 2,44 Prozent. Der deutsche Gesundheitskonzern lässt die zweitgrößte Übernahme in der Firmengeschichte platzen. Fresenius kündigte die Vereinbarung über den rund 4,4 Mrd. Euro schweren Zukauf des US-Generika-Unternehmens Akorn auf. Dieses habe mehrere Vollzugsvoraussetzungen nicht erfüllt, gab Fresenius an.

Die Titel des im DAX notierten Tochterunternehmens Fresenius Medical Care (FMC) gerieten hingegen nach Zahlen unter Druck und rutschten mit einem Minus von 4,10 Prozent ans Ende des deutschen Leitindex. Änderungen bei der Verabreichung bestimmter Medikamente belasten das Umsatzwachstum des Dialysekonzerns, weshalb dieser seine Erlösprognose für das laufende Jahr senkt. Im ersten Quartal gab der Umsatz um zehn Prozent auf 3,97 Mrd. Euro nach, der Nettogewinn ging ebenfalls um zehn Prozent auf 279 Mio. Euro zurück.

An der Zürcher Börse legten die Titel der UBS um 0,47 Prozent zu. Die Schweizer Großbank hat ihren Gewinn zu Jahresbeginn dank steigender Erträge im Kerngeschäft Vermögensverwaltung und einer guten Entwicklung der Investmentbank gesteigert. Im traditionell starken ersten Quartal stand unter dem Strich ein Plus von 1,5 Mrd. Franken (1,25 Mrd. Euro) und damit 19 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA145 2018-04-23/09:54