Hotelruine in Waidring: Im Mai wird verhandelt
Von Miriam Hotter...
Von Miriam Hotter
Waidring –Der „Alpengasthof Steinplatte“ in Waidring ist kein schöner Anblick: herabhängende Planen, herumstehende Baugerüste, eine verwüstete Terrasse und jede Menge Gerümpel vor dem Gebäude, das einst ein Hotel mit 120 Betten werden sollte. Eine Verhandlung am Landesverwaltungsgericht, das zwei Bescheide der Bezirkshauptmannschaft Kitzbühel prüfen soll, war für den 19. April anberaumt. Die Verhandlung wurde allerdings auf den 15. Mai verschoben, wie das Landesverwaltungsgericht mitteilte.
Kurzer Rückblick: Im vergangenen März hatte die Gemeinde Waidring mitgeteilt, dass sie einen Abbruchbescheid für das Dachgeschoß des Hauptgebäudes erlassen und an die BH Kitzbühel einen Vollstreckungsantrag gestellt hat – die TT berichtete.
An die Besitzerin der Hotelruine, nämlich die Residenz Steinplatte GmbH (Geschäftsführer ist ein Rosenheimer Unternehmer), sind daraufhin zwei Bescheide ergangen. Einerseits über die Anordnung der Ersatzvornahme (Beseitigung der Mängel durch Dritte) und zum anderen über die Vorauszahlung der Kosten dieser Ersatzvornahme. Gegen beide Bescheide wurde allerdings Beschwerde erhoben, weshalb die Aktenvorgänge dem Landesverwaltungsgericht vorgelegt wurden. Dort wird nun geprüft, ob die Bescheide der BH zu Unrecht erlassen worden sind. Bezirkshauptmann Michael Berger zeigt sich zuversichtlich, was das Ergebnis des Verwaltungsgerichtes angeht. „Ich gehe davon aus, dass die Beschwerden keinen Erfolg haben werden.“
Sollten die von der BH erlassenen Bescheide vom Verwaltungsgericht tatsächlich bestätigt werden, wird die BH versuchen, das für den Abbruch nötige Geld vom Handlungspflichtigen einzutreiben. Was sich aber viele Waidringer fragen: Ist denn Kapital überhaupt vorhanden? Berger macht sich darüber keine Sorgen. „Ein Vermögenswert in Form des Grundstückes, auf dem das Hotel steht, ist da“, erklärt Berger. Im vergangenen März wurden die anfallenden Kosten für den Abbruch des Dachgeschoßes auf einen mittleren sechsstelligen Betrag geschätzt. Der Rosenheimer Unternehmer war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.
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