Leitbörsen in Fernost starten verhalten in die Handelswoche

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Asien und Australien sind eher verhalten in Handelswoche gestartet. Eine einheitliche Richtung verzeichneten...

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Asien und Australien sind eher verhalten in Handelswoche gestartet. Eine einheitliche Richtung verzeichneten sie am Montag nicht.

Der japanische Nikkei-225 ging um 0,33 Prozent tiefer bei 22.088,04 Punkten aus dem Handel. Der Hang Seng in Hongkong verlor 0,54 Prozent auf 30.254,40 Einheiten. Der Shanghai Composite notierte knapp behauptet mit einem Minus von 0,11 Prozent bei 3.068,01 Punkten.

Im Plus notierten hingegen die Märkte in Indien und Australien. Der Sensex-30 in Mumbai stand zuletzt um 0,48 Prozent höher bei 34.580,26 Zählern. Der All Ordinaries Index in Sydney gewann 0,19 Prozent auf 5.976,00 Einheiten.

Trotz einer Entspannung im Konflikt zwischen den USA und Nordkorea kamen die asiatischen Märkte zu Wochenbeginn nicht recht in die Gänge. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hatte am Wochenende die Aussetzung der Atom- und Raketentests seines Landes angekündigt. Südkoreas Präsident Moon Jae-in hat den Stopp am Montag als „wichtige Entscheidung“ begrüßt.

Moon und Kim kommen am Freitag zu einem historischen Gipfeltreffen in der entmilitarisierten Zone zwischen den beiden Ländern zusammen. Für Ende Mai oder Anfang Juni ist ein ebenfalls historisches Treffen Kims mit US-Präsident Donald Trump geplant.

Daten aus der japanischen Industrie lieferten dem Handel unterdessen ebenfalls keinen entscheidenden Impuls. Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe stieg im April auf 53,3 Zähler. Im Vormonat lag er etwas niedriger bei 53,1 Punkten. Bereits Werte über 50 Einheiten signalisieren Wachstum. Gleichzeitig schwächten sich die Exporte aber erstmals seit August 2016 ab, wie die Daten ebenfalls zeigen.

Bei den Einzelwerten in Tokio zogen die Aktien von Toshiba um 3,86 Prozent an. Das Unternehmen hat Berichte zurückgewiesen, wonach der Verkauf der Chip-Sparte gestoppt werden solle, wenn die chinesischen Behörden dafür bis Mai kein grünes Licht geben. Toshiba halte an der Veräußerung fest, gab das Unternehmen bekannt. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet, Toshiba habe sich von den Verkaufsplänen verabschiedet.

In Hongkong gehörten Technologieaktien zu den größten Verlierern. So gaben die Aktien von AAC Technologies um 1,90 Prozent nach und die Titel der Internet-Holding Tencent büßten 1,55 Prozent ein.

In Sydney zogen die Papiere des Minenbetreibers Newcrest um 2,80 Prozent an, nachdem das Unternehmen eine Behördengenehmigung erhalten hatte.