Europas Leitbörsen kommen weiter nicht in die Gänge

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen sind am Montag im Mittagshandel weiter nicht recht in die Gänge gekommen und präsentie...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen sind am Montag im Mittagshandel weiter nicht recht in die Gänge gekommen und präsentierten sich überwiegend mit leichten Kursverlusten.

Der Euro-Stoxx-50 fiel um 0,10 Prozent auf 3.490,55 Punkte. Der deutsche Leitindex DAX verlor 0,20 Prozent auf 12.515,80 Zähler. Der FTSE-100 notierte mit einem geringfügigen Minus von 0,04 Prozent auf 7.364,87 Stellen knapp behauptet.

In der Eurozone stehen die Zeichen weiter auf Wachstum, wie der am Vormittag veröffentlichte Einkaufsmanagerindex zeigte. Im April stand er wie im Vormonat bei 55,2 Zählern und damit deutlich über der Wachstumsschwelle von 50 Einheiten. Gleichzeitig blieb es damit aber am niedrigsten Niveau seit Anfang 2017.

„Nach dem fulminanten Jahresauftakt blieb die Eurozone im April auf gedämpftem Wachstumskurs“, sagte IHS-Markit-Chefökonom Chris Williamson zu der am Montag veröffentlichten Umfrage des Forschungsinstituts unter rund 4.000 Unternehmen. „Gleichwohl signalisiert er noch immer recht kräftiges Wachstum.“

Auf Unternehmensseite lieferte vor allem die laufende Berichtssaison Impulse. So zogen die Aktien von Philips an der Spitze des Euro-Stoxx-50 um 5,00 Prozent an. Der niederländische Medizintechnikkonzern hat von guten Geschäften in China und den USA profitiert. Vor allem eine große Nachfrage nach Produkten wie Computertomographie- und Ultraschallgeräten brachte dem Unternehmen im ersten Quartal einen Anstieg beim Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebita) von 15 Prozent auf 344 Mio. Euro ein.

Hingegen gaben die Anteilsscheine von Fresenius ihre deutlichen Gewinne aus dem Frühhandel ab und notierten zuletzt 0,18 Prozent im Minus. Der deutsche Gesundheitskonzern hat eine Vereinbarung über den rund 4,4 Mrd. Euro schweren Zukauf des US-Generika-Unternehmens Akorn aufgekündigt. Am Markt war dies zunächst positiv aufgenommen wurden, allerdings kündigte Akorn Widerstand an und will auf Einhaltung des Vertrags pochen.

Die Titel des im DAX notierten Tochterunternehmens Fresenius Medical Care (FMC) wiederum gerieten nach Zahlen unter Druck und rutschten mit einem Minus von 3,61 Prozent ans Ende des deutschen Leitindex. Änderungen bei der Verabreichung bestimmter Medikamente belasten das Umsatzwachstum des Dialysekonzerns, weshalb dieser seine Erlösprognose für das laufende Jahr senkt. Im ersten Quartal gab der Umsatz um zehn Prozent auf 3,97 Mrd. Euro nach, der Nettogewinn ging ebenfalls um zehn Prozent auf 279 Mio. Euro zurück.

An der Zürcher Börse verloren die Aktien der UBS zu Mittag deutliche 3,23 Prozent. Die Schweizer Großbank hat für das erste Quartal einen Gewinn von 1,5 Mrd. Franken (1,25 Mrd. Euro) und damit 19 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum gemeldet. Der Ausblick auf das Gesamtjahr war jedoch nur verhalten optimistisch und gespickt mit Verweisen auf bestehende Unsicherheiten. Goldman-Sachs-Analyst Jernej Omahen sprach in einer ersten Reaktion von einem durchwachsenen Jahresauftakt.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA270 2018-04-23/12:18