Wattens muss ohne Pranter in den Kapfenberger Falkenhorst
Wattens – Wenn Thomas Silberberger an den letzten Auftritt im Kapfenberger Falkenhorst (1:1) zurückdenkt, gerät der Wattens-Trainer in Fahrt...
Wattens –Wenn Thomas Silberberger an den letzten Auftritt im Kapfenberger Falkenhorst (1:1) zurückdenkt, gerät der Wattens-Trainer in Fahrt: „Dass wir damals in Überzahl die Führung hergegeben haben, ärgert mich heute noch.“
Trotzdem ist die Statistik vor dem heutigen Auftritt in der Steiermark (18.30 Uhr) eine positive: Seit vier Spielen sind die Tiroler gegen Kapfenberg ungeschlagen, sieben Punkte hat man in dieser Saison gegen die Oststeirer bereits eingefahren – mehr gab es lediglich gegen den FC Liefering (acht Punkte).
Apropos Liefering: Beim 0:0 am Freitag hatten bei einem starken Wattener Auftritt nur die Tore gefehlt. „Genau da wollen wir heute anschließen“, fordert Silberberger, der natürlich registriert hat, dass die Mannschaft des Tiroler Trainers Stefan Rapp zuletzt sogar den FC Wacker in die Ringecke gezwungen hatte.
Dabei kamen – vor allem in der ersten Halbzeit – die großen Stärken der Kapfenberger zum Vorschein: die Standards und gefährlichen hohen Bälle von Routinier David Sencar, die Kopfballstärke von Lucas Rangel und die gute Verfassung von Manuel Haas. „Vor allem die drei gilt es zu neutralisieren“, weiß Silberberger. Zu groß solle der Respekt freilich nicht ausfallen. „Man muss das schon ins Verhältnis setzen: Wir spielen gegen Kapfenberg und nicht gegen Real Madrid.“
Wenn es wirklich gegen Real Madrid gehen würde, dann hätte gestern wohl auch Benni Pranter den Mannschaftsbus bestiegen. Weil es aber tabellarisch um die sprichwörtliche goldene Ananas geht, wird nichts riskiert. Der Mann, der in dieser Saison den Kapfenbergern mit drei Torvorlagen schon richtig weh getan hatte, darf in Wattens seine Knöchelblessur auskurieren und soll am Freitag daheim gegen den FAC wieder auflaufen können.
Umbauen muss Silberberger heute auch in der Innenverteidigung, wo David Gugganig gesperrt fehlt. Auch wenn Silberberger dort einige Optionen hat, wird die Wahl in der Dreierkette wohl auf Florian Buchacher fallen, taktisch könnten die Tiroler heute zum 3-4-3-Mantel zurückkehren. (t.w.)
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