Prozess gegen „Cumhuriyet“-Mitarbeiter fortgesetzt
Ankara (APA/dpa) - Der Prozess gegen 18 aktuelle und ehemalige Mitarbeiter der regierungskritischen Zeitung „Cumhuriyet“ („Republik“) wegen ...
Ankara (APA/dpa) - Der Prozess gegen 18 aktuelle und ehemalige Mitarbeiter der regierungskritischen Zeitung „Cumhuriyet“ („Republik“) wegen Terrorvorwürfen ist in der Türkei fortgesetzt worden. Am Dienstag begannen die Angeklagten vor dem Gericht in Silivri westlich von Istanbul nach Angaben von Prozessbeobachtern mit ihren Schlusserklärungen. Der Cumhuriyet-Anwalt Tora Pekin erwartet noch in dieser Woche ein Urteil.
Cumhuriyet-Chefredakteur Murat Sabuncu, der unter den Angeklagten ist, sagte am Montagabend, der Prozess habe das Ziel, „Journalisten zum Schweigen zu bringen“ und sie einzuschüchtern. „Aber da haben sie sich die Falschen ausgesucht.“
Neben Sabuncu sind der in Deutschland lebende Can Dündar, der Investigativjournalist Ahmet Sik und der Herausgeber Akin Atalay, der als einziger noch in Untersuchungshaft sitzt, angeklagt. Die Staatsanwaltschaft fordert wegen der Unterstützung verschiedener Terrororganisationen langjährige Haftstrafen.
Nach Angaben des Anwalts Pekin kann sich das Gericht unter anderem aufgrund der Länge der U-Haft für eine erhebliche Strafminderung entscheiden.
Beim Prozessbeginn im Juli 2017 saßen zwölf Cumhuriyet-Mitarbeiter in Untersuchungshaft. Zuletzt wurden Sabuncu und Sik im März nach 490 Tagen beziehungsweise 430 Tagen U-Haft entlassen. Atalay ist seit 541 Tagen inhaftiert. Neben den „Cumhuriyet“-Mitarbeitern sind zwei weitere Beschuldigte angeklagt.
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