Neues Studioalbum: Multitalent Janelle Monae macht mal wieder Musik
Berlin (APA/dpa) - Eines der größten Talente der schwarzen Popmusik in den USA meldet sich zurück: Janelle Monae war fünf Jahre lang vor all...
Berlin (APA/dpa) - Eines der größten Talente der schwarzen Popmusik in den USA meldet sich zurück: Janelle Monae war fünf Jahre lang vor allem Schauspielerin und Polit-Aktivistin, jetzt legt der Soul-Star 14 neue Songs vor. Mit „Dirty Computer“ (Warner Music) gibt es wieder ein neues Studioalbum.
Endlich, werden viele Soul-Fans sagen, die der tollen US-Sängerin, Songschreiberin und Tänzerin seit ihrem fantastischen Start von 2010 verfallen waren. Doch seit fast fünf Jahren hatte sie sich in ihrer Hauptdisziplin rargemacht. Stattdessen konzentrierte sich Monae auf die Schauspielerei, etwa mit einer Hauptrolle in „Hidden Figures“ (2016) und im Oscar-Gewinner „Moonlight“ (2017). Außerdem trat die 32-Jährige als Vorkämpferin für die Rechte von Frauen, Schwarzen und Homosexuellen sowie als Label-Gründerin hervor.
Monaes Engagement spiegelt sich auch in manchen der 14 Tracks ihres dritten Albums. Das war schon auf dem Debüt „The ArchAndroid“ (2010) so, einer der besten, freigeistigsten Soul-Platten des Jahrzehnts, und auf dem kaum weniger starken Nachfolger „The Electric Lady“ (2013).
„Dirty Computer“ enthält ebenfalls herausragende Stücke, insgesamt klingt dieses Werk aber musikalisch nicht so mutig wie die Vorgänger. Eine Handvoll Songs sind arg nah am Pop- und R&B-Mainstream, da bleibt Monae unter den Erwartungen („Srewed“, „Pynk“, „I Like That“).
Dank der Albumhöhepunkte hält sich die Enttäuschung aber doch in Grenzen: der Titelsong, eine prachtvolle Sixties-Hommage (mit Beach-Boys-Genius Brian Wilson!), die Sex-Ballade „Don‘t Judge Me“, der selbstbewusste Rap „Django Jane“, vor allem aber „Take A Byte“, „Make Me Feel“ und zum Schluss „Americans“.
Hier zollt Monae ihrem großen Helden Prince Tribut, der sie seinerseits verehrte und mit ihr vor seinem Tod 2016 noch kurz zusammenarbeitete. Seine Musik lebe ewig, sagte die Sängerin dem Magazin „Galore“: „Es gibt Künstler, die sterben nicht, die sind einfach zu überweltlich gut, zu exzellent.“
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