Hörhilfe-Pioniere Hochmair neue ÖAW-Ehrenmitglieder
Wien (APA) - Die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) hat 29 neue Mitglieder. Sie wurden bei der jährlichen Wahlsitzung Ende ve...
Wien (APA) - Die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) hat 29 neue Mitglieder. Sie wurden bei der jährlichen Wahlsitzung Ende vergangener Woche in die Akademie aufgenommen. Darunter sind drei Ehrenmitglieder: Die französische Numismatikerin Cecile Morrisson sowie die beiden Hörimplantat-Entwickler und Gründer des Medizintechnik-Unternehmens MED-EL, Ingeborg Hochmair-Desoyer und Erwin Hochmair.
Insgesamt 16 Forscherinnen und 13 Forscher wurden aufgrund ihrer herausragenden wissenschaftlichen Leistungen und ihres fachlichen Ansehens in die Akademie aufgenommen.
Morrisson ist eine international anerkannte Expertin für Byzantinische Numismatik und Wirtschaftsgeschichte vom College de France in Paris. Sie wurde als Ehrenmitglied in die philosophisch-historische Klasse der ÖAW gewählt.
Ingeborg Hochmair-Desoyer von der Technischen Universität Wien und Erwin Hochmair von der Universität Innsbruck haben ein mikroelektronisches Mehrkanal-Cochlea-Implantat entwickelt, das erstmals 1977 einem Patienten in Wien eingesetzt und seither ständig weiterentwickelt wurde. Dank dieser Innovation können mehr als 200.000 Menschen wieder hören, das 1990 von ihnen gegründete Unternehmen MED-EL in Innsbruck hat sich zu einem international führenden Anbieter von Hörimplantatsystemen entwickelt. Die beiden wurden Ehrenmitglieder der mathematisch-naturwissenschaftliche Klasse der ÖAW.
In diesem Jahr hat nur die philosophisch-historische Klasse neue „wirkliche Mitglieder“ gewählt: Das sind der Slawist Stefan Michael Newerkla von der Uni Wien und der Altorientalist Robert Rollinger von der Uni Innsbruck. Zu den 14 neuen „korrespondierenden Mitgliedern“ zählen u.a. die Direktorin des Österreichischen Archäologischen Instituts (ÖAI) der ÖAW, Sabine Ladstätter, der Quantenphysiker Markus Aspelmeyer und der Chemiker Nuno Maulide (beide Uni Wien). In die „Junge Akademie“ wurden zehn neue Mitglieder aufgenommen.
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