Innsbruck-Wahl: FPÖ ohne Wahlempfehlung, will aber Willi verhindern

Innsbruck (APA) - Die Innsbrucker FPÖ wird keine offizielle Wahlempfehlung für die amtierende Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (Für I...

Innsbruck (APA) - Die Innsbrucker FPÖ wird keine offizielle Wahlempfehlung für die amtierende Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (Für Innsbruck) im Stichwahl-Duell gegen den Grünen Georg Willi aussprechen. „Wir müssen aber einen linken Bürgermeister Willi verhindern“, sagte Spitzenkandidat und Stadtparteichef Rudi Federspiel im APA-Gespräch. Es gebe eine bürgerliche Mehrheit, die FPÖ wolle mitregieren.

Dies habe er Oppitz-Plörer auch in einem persönlichen Gespräch am Montag mitgeteilt, so Federspiel. Eine Wahlempfehlung werde es nicht geben, denn die FPÖ-Wähler seien mündig genug selber zu entscheiden, so der FPÖ-Frontmann, der seine Partei am vergangenen Sonntag zur zweitstärksten Fraktion machte und knapp die Stichwahl verpasste. Er werde aber dafür werben, dass die blauen Wähler zur Wahl gehen und „nicht den linken Willi wählen, sondern eine bürgerliche Mehrheit unterstützen“, machte Federspiel klar.

Der FPÖ-Stadtpartei ritt scharfe Attacken gegen den grünen Stichwahl-Kandidaten. Dieser grenze die Freiheitlichen aus, spielte er auf Willis Festlegung an, keine Koalition unter FPÖ-Beteiligung eingehen zu wollen. Der Bürgermeisterkandidat sei mit einer „linken Liste mit kommunistischem Hintergrund angetreten“. Eine Aussage von Willi, wonach er auch FPÖ-Wählern „viele inhaltliche Angebote“ legen wolle, wurde seitens der FPÖ als „politische Köderversuche“ zurückgewiesen. „Seit Jahren werden FPÖ Wähler von den Grünen pauschal diffamiert, als Nazis oder als dumm dargestellt und jetzt versucht sie ein grüner Kandidat zu gewinnen, dass ist lächerlich, zuerst grenzt Willi die FPÖ vor den Wahlen aus, nun wären die FPÖ-Wähler nützliches Stimmvieh“, erklärte Landesparteichef Markus Abwerzger in einer Aussendung.

Federspiel betonte indes, dass im Gespräch mit Oppitz-Plörer nicht über Posten oder Ressorts gesprochen worden sei. Dass ihm aber im Falle einer bürgerlichen Koalition der Vizebürgermeister angeboten werde bzw. zustehe, davon gehe er aus.

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