Nein zur Bürgerversammlung in Vomp
Der Antrag der Vomper Grünen wurde am Montagabend im Gemeinderat abgeschmettert. Es wird kein Bürgerforum vor der möglichen Flächenwidmung d...
Der Antrag der Vomper Grünen wurde am Montagabend im Gemeinderat abgeschmettert. Es wird kein Bürgerforum vor der möglichen Flächenwidmung des Areals geben, auf dem die Firma Derfeser für DB Schenker ein Logistikzentrum bauen möchte.
Schon im Vorfeld erklärte BM Karl-Josef Schubert (VP), dass er bereitwillig die Bevölkerung informiere, aber ein Bürgerforum für ihn nicht in Frage komme. Schon gar nicht vor der strategischen Umweltprüfung.
„Wir wollen die Bürger aber vorher einbinden und sie nicht vor vollendete Tatsachen stellen", sagt die grüne Gemeinderätin Stephanie Jicha. Es sei wichtig, den Vompern einen niederschwelligen Zugang zu bieten, um Sorgen und Bedenken zu äußern. Laut BM Schubert gibt es auch die Möglichkeit von Stellungnahmen. „Das ist aber nicht für jeden so einfach", sagt Jicha, man wolle der VP aber keine Geheimniskrämerei vorwerfen. „Sie wollen ja informieren, aber wir möchten den Bürgern die Möglichkeit geben, mitzureden."
Auch für GR Elisabeth Fleischanderl (SP) wäre ein Bürgerforum der richtige Weg. Man stehe dem Projekt derzeit noch ergebnisoffen gegenüber. „Wir wollen uns zuerst die Gutachten ansehen und dann entscheiden, ob wir dafür oder dagegen sind", sagt sie. Die Vomper mittels Bürgerforum einzubinden, sei gut. „Bürgerbeteiligung ist wichtig. Wir wollen ihnen Raum geben, um ihre Bedenken zu äußern und zu sagen, wo der Schuh drückt", meint Fleischanderl. Wie ein solches Bürgerforum ablaufen soll, darüber könne man noch diskutieren. Die Mehrheit des Gemeinderates lehnte den Grünen-Antrag jedoch ab.
Was bleibt, ist die Sorge bei so manchem Vomper. Die einen glauben, dass das geplante Logistikzentrum noch mehr Verkehr und Lärm verursachen wird. Sie ärgern sich, dass die Gemeinde einen solchen Betrieb dort zulässt. „Ob Kleintransporter oder Lkw, da wird sicher rund um die Uhr an- und abtransportiert", meint ein Vomper. Andere wollen abwarten und hoffen auf die strengen Vorgaben der Gemeinde. (emf)
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