Butter statt Palmfett - Gmundner Molkerei 2017 mit Umsatzplus
Gmunden (APA) - Für die Gmundner Molkerei lief das Geschäftsjahr 2017 wegen der - nicht zuletzt dank der Diskussion ums Palmfett - gestiegen...
Gmunden (APA) - Für die Gmundner Molkerei lief das Geschäftsjahr 2017 wegen der - nicht zuletzt dank der Diskussion ums Palmfett - gestiegenen Nachfrage nach Milchfetten gut: Der Umsatz stieg von 175 auf 199 Mio. Euro, der Bilanzgewinn beträgt rund 1,27 Mio. Euro, geht aus der Unterlage zu einer Pressekonferenz am Dienstag hervor.
Die Genossenschaft mit Hauptsitz in Gmunden, die 340 Mitarbeiter beschäftigt, hat 2017 rund 118 Mio. Euro Milchgeld an ihre fast 2.500 Bauern ausbezahlt. Das sind um 28 Mio. Euro mehr als im Jahr zuvor. 335 Millionen Kilo Milch wurden abgeliefert. 51 der Produktion der Produkte gingen in den Export. Stolz ist man auf mehrere nationale und internationale Auszeichnungen für die Produkte von Gmundner Milch und Almliesl, wie etwa den World Cheese Award.
Die gestiegene Nachfrage nach Butter erklärt man sich damit, dass einerseits das Produkt wieder ein besseres Image auch bei Ernährungsbewussten habe, und andererseits, dass die Lebensmittelindustrie zunehmend versuche, Palmfett in ihren Rezepturen zu ersetzen. Hinzu komme noch, dass die Milchmenge etwas zurückgegangen sei.
Dennoch würden hohe Anliefermengen nach wie vor den Milchmarkt unter Druck setzen. „Wir versuchen mit Programmen, aber vor allem mit viel Kommunikation und Information ein neues Bewusstsein bei unseren bäuerlichen Betrieben zu schaffen“, erklärte Obmann Josef Fürtbauer. Zudem will die Gmundner Molkerei weiter auf das Rezept setzen, die Wertschöpfung statt des Mengenwachstums zu steigern.
Neben der starken Nachfrage bei Butter kam der Gmundner Molkerei auch der an anhaltende Trend zu regionalen Lebensmitteln zugute, im oberösterreichischen Heimmarkt sei der Absatz deutlich gesteigert worden, hieß es. Aber auch in Spanien, Kroatien und Griechenland wurden neue Kunden und Partner gewonnen. „Unsere Käseproduktion läuft trotz laufender Investitionen wie z.B. dem Ausbau der Reifungs-Kapazitäten auf 120.000 Käse-Laibe rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr mit voller Auslastung“, betonte Geschäftsführer Michael Waidacher.
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