Erste Liga

Schlager Wacker gegen Hartberg: Ein torloses Remis, das beiden hilft

Als Rakowitz nach einem Zweikampf im Strafraum zu Fall kam, reklamierten die Innsbrucker vergeblich Elfmeter.
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Keine Tore im Spitzenspiel der Sky Go Erste Liga: Der FC Wacker trennte sich vor 3753 Zuschauern mit 0:0 von Hartberg. Der Vorsprung auf den Verfolger aus der Steiermark beträgt damit weiter sechs Punkte.

Von Tobias Waidhofer

Innsbruck — Den erhofften großen Schritt zum Meistertitel in der Sky Go Erste Liga hat der FC Wacker Innsbruck am Dienstag vor 3753 Zuschauern gegen den TSV Hartberg zwar verpasst, bekanntlich können aber auch viele kleine Schritte zum Ziel führen. Und das 0:0 gegen den Verfolger aus der Steiermark war so einer. Aber von Anfang an.

Erster gegen Zweiter — mehr Spitzenspiel geht nicht: Zu Beginn wirkte es dann gleich so, also ob der FC Wacker den Gegner aus der Steiermark mit Haut und Haaren verschlingen würde. Doch der Anfangsschwung war nach drei Minuten verebbt, der erste Abschluss gehörte den mit sechs Siegen in Serien angereisten Hartbergern. Doch Manfred Fischer zielte in der achten Minute viel zu hoch auf das Tor der Tiroler.

In der Folge spielte sich das Match vor allem zwischen den Strafräumen ab: Viel Kampf, viele Fouls und ganz wenig Spielkultur gab es in dieser Phase für die 3753 Fans zu sehen. Der FC Wacker hatte Probleme, sich auf die Mittelfeld-Raute der Steirer einzustellen, offensiv brachte Hartberg aber auch nicht wirklich viel zu Stande. Auch bei den so gefährlichen Standardsituationen durch Dario Tadic nicht, die von der schwarzgrünen Defensive stark verteidigt wurden.

Beistand von oben: Innsbrucks Bischof Hermann Glettler bekam ein Trikot mit der Nummer zehn überreicht.
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Es sollte bis zur 27. Minute dauern, ehe sich Hartberg-Goalie Florian Faist bei einem Rakowitz-Abschluss erstmals strecken musste. In der Folge übernahmen die Schwarzgrünen das Kommando am Rasenviereck, um durch Armin Hamzic eine weitere Chance zu vergeben. Es ging mit einem 0:0 in die Pause.

In der 57. Minute hätte der FC Wacker führen müssen, doch nach wunderschöner Freitag-Vorlage knallte Daniele Gabriele das Leder an die Latte. Auch die Hartberger blieben gefährlich, jedoch verzog Tadic in Minute 60. Man konnte nachvollziehen, warum die taktisch enorm disziplinierten Steirer auf Kurs Richtung Bundesliga segeln.

Das galt aber auch für den FC Wacker: Nach einem Gabriele-Eckball verpasste Kapitän Freitag die erlösende Führung erneut nur knapp (62.). Das Spiel stand auf Messers Schneide, was auch die Zuschauer im Tivoli registrierten und den FC Wacker immer lauter unterstützten. Als aber die Pfeife von Schiedsrichter Robert Schörgenhofer nach einem elferwürdigen Foul von Meusburger an Rakowitz stumm blieb (68.), schien es so, als ob an diesem Abend einfach überhaupt nichts klappen wollte. „Vielleicht war es für einen Pfiff zu wenig", meinte der Gefoulte, mokierte sich aber weniger über die raue Gangart des Gegners als die des Schiedsrichters: „Beide Mannschaften standen sich um nichts nach — aber wir kassierten vier Gelbe, sie gar keine."

Verwarnungen, die nicht ohne Folgen bleiben sollten. Denn schon am Freitag (18.30 Uhr) geht's in Lustenau weiter, und das bereitete Trainer Karl Daxbacher nach Spielschluss dann auch mehr Kopfzerbrechen als das 0:0 gegen Hartberg. Die Zentrumsspieler Freitag und Kerschbaum kassierten jeweils die fünfte Gelbe Karte, Vallci droht mit einer Muskelverletzung auszufallen: „Jetzt wird es personell richtig eng."