Mitglied der kurdischen Wahlkommission im Norden Iraks getötet
Bagdad/Erbil (APA/dpa) - Unbekannte haben im kurdischen Autonomiegebiet im Nordirak ein Mitglied der Wahl- und Referendumskommission erschos...
Bagdad/Erbil (APA/dpa) - Unbekannte haben im kurdischen Autonomiegebiet im Nordirak ein Mitglied der Wahl- und Referendumskommission erschossen. Fares Mohamed sei tödlich getroffen worden, als er in seinem Auto durch die Provinzhauptstadt Erbil gefahren sei, sagte ein Sicherheitsbeamter am Dienstag. Weitere Einzelheiten waren zunächst nicht bekannt. Mohamed hatte die Verwaltung der Kommission geleitet.
Im vergangenen September hatte die Kommission ein Unabhängigkeitsreferendum für die Region Kurdistan und die von kurdischen Streitkräften kontrollierten Gebiete organisiert. Der Schritt hatte die irakische Regierung in Bagdad, aber auch die Nachbarländer Iran und Türkei verärgert.
Bagdad reagierte mit Sanktionen gegen Kurdistan, darunter ein Verbot für internationale Flüge aus der Region, das im März wieder aufgehoben wurde. Zudem eroberten irakische Truppen von kurdischen Kämpfern die außerhalb Kurdistans gelegene ölreiche Stadt Kirkuk zurück.
Auch die USA, einer der westlichen Verbündeten der Kurden, hatten den Ruf nach einer Unabhängigkeit Kurdistans abgelehnt. Die Regierung in Erbil bemühte sich daraufhin, die Spannungen zu reduzieren.
Kommentare