Las Vegas

Prozess gegen Jan Rouven zieht sich weiter hin

Der Illusionist, Magier und Zauberer Jan Rouven. (Archivfoto von 2007)
© dpa-Zentralbild/Andreas Lander

Die neue Anwältin des Magiers hat eine Rücknahme des Teilgeständnisses beantragt. Eine Richterin muss nun eine Entscheidung darüber treffen.

Las Vegas – Der Prozess gegen den deutschen Magier Jan Rouven (40) in Las Vegas wegen Besitzes von Kinderpornografie verzögert sich weiter. Die für Donnerstag geplante Verkündung des Strafmaßes sei ausgesetzt worden, wie ein Gerichtssprecher am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Der Termin war bereits wiederholt verschoben worden. Eine weitere Anhörung ist nun für den 11. Mai geplant.

Derzeit klären die Parteien ab, ob der Illusionist aus Kerpen sein Schuldgeständnis wie beantragt zurückziehen kann. Der Magier, der mit seiner Show „The New Illusions“ in Las Vegas Erfolge feierte, war im März 2016 festgenommen worden. Er sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Laut Anklage entdeckten Ermittler auf Laptops und anderen Geräten in Rouvens Villa Tausende Videos und Fotos, die unter anderem auch Sex mit Kindern zeigten.

Geständnis zurücknehmen?

Rouven hatte die Vorwürfe zunächst abgestritten, dann aber im Prozessverlauf im November 2016 seine Schuld in mehreren Anklagepunkten eingeräumt. Seine damaligen Anwälte hätten ihm dazu geraten, um im Gegenzug mit einer geringeren Haftstrafe davonzukommen. Seit 2017 wird Rouven von der Anwältin Karen Connolly vertreten. Sie argumentiert vor Gericht, dass Rouvens ehemalige Verteidiger ihm das volle Ausmaß seiner möglichen Strafe nicht erklärt hätten.

Die zuständige Richterin muss nun entscheiden, ob der Magier sein Geständnis zurückziehen kann. Dann müsste der Prozess möglicherweise neu aufgerollt werden. (APA/dpa)