Chiphersteller Sicro verdient an Digitalisierung

Genf (APA/dpa-AFX) - Der Chiphersteller Sicroelectronics verdient weiter glänzend an der Digitalisierung. Umsatz und Gewinn stiegen daher im...

Genf (APA/dpa-AFX) - Der Chiphersteller Sicroelectronics verdient weiter glänzend an der Digitalisierung. Umsatz und Gewinn stiegen daher im Vergleich zum Vorjahr deutlich, wie das Unternehmen mitteilte. Im Vergleich zum Vorquartal musste das Unternehmen hingegen Federn lassen. Das Geschäft mit Halbleitern für Smartphones entwickelte sich wie erwartet schwach.

STMicro profitierte zum Jahresauftakt von florierenden Geschäften mit Chips für Autos und die Vernetzung in Industrie und Privathaushalten, wie der italienisch-französische Infineon-Rivale am Mittwoch in Genf mitteilte. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um gut 22 Prozent auf 2,2 Mrd. US-Dollar (1,8 Mrd. Euro). Die Bruttomarge verbesserte sich von 37,7 Prozent auf 39,9 Prozent. Netto konnte STMicro den Gewinn von 108 Millionen auf 239 Mio. Dollar mehr als verdoppeln.

Im Vergleich zum vierten Quartal waren Umsatz und Ergebnis hingegen rückläufig. Das lag insbesondere an der Schwäche im Smartphone-Geschäft, die nach Einschätzung von Konzern-Chef Carlo Bozotti noch über das gesamte erste Halbjahr anhalten wird. Schwache Geschäfte in diesem Zusammenhang hatte zuletzt der österreichische Apple-Zulieferer ams vermeldet. Auch die südkoreanische SK Hynix, die neben Apple auch die chinesische Huawei beliefert, meldete Umsatzrückgänge.

Trotz der schwachen Nachfrage nach Smartphone-Chips erwartet STMicro-Chef Bozotti für das zweite Quartal und das erste Halbjahr einen Umsatzanstieg im Vergleich zum Vorjahr von 17,5 Prozent beziehungsweise 19,8 Prozent. Getrieben werden soll das Wachstum von der anhaltend guten Nachfrage nach Halbleitern für Autos, Industrieprodukte und das Internet der Dinge, die sich besser als saisonal üblich entwickle.

Für das zweite Halbjahr geht Bozotti von einem robusten Bedarf nach Halbleitern aus, getrieben durch gut gefüllte Auftragsbücher über alle Produktgruppen und Regionen hinweg. Dies gelte auch für das Smartphone-Geschäft.