Quo vadis Goldtorschütze Kekez?
Der 3:2-Sieg in Kapfenberg bestätigt die starke Frühjahrsleistung der WSG Wattens. Die Zukunft von Leistungsträger Drazan Kekez bleibt ungewiss.
Von Alex Gruber
Wattens –Ein Sieg in der Nachspielzeit ist immer schön. Und den machte in Kapfenberg Innenverteidiger Drazen Kekez mit seinem dritten Saisontreffer perfekt. Die schöne Geschichte hat nur einen Haken. Wie Florian Buchacher, der zum FC Wacker nach Innsbruck wechseln soll, hat auch der 22-jährige Kroate das Angebot der Wattener zur Vertragsverlängerung ausgeschlagen.
„Das kann ich bestätigen. Wir wissen nicht, wohin er will, aber es ist natürlich sehr schade, da er bei uns einen hohen Stellenwert genießt“, führt Sportmanager Stefan Köck aus. Nachsatz: „Und ich glaube schon, dass wir zu seiner Entwicklung einiges beigetragen haben.“
Kekez kam im Sommer 2015 von Tirol-Ligist Hall zur WSG und reifte im defensiven Mittelfeld sowie im Frühjahr in der Innenverteidigung über drei Jahre zum verlässlichen Leistungsträger heran. Fast Runde für Runde weist die Statistik ihm die besten Zweikampfwerte im Lager der Grünweißen aus. Im Sommer wird es dennoch auf zu neuen Ufern heißen: „Der Treffer in Kapfenberg hat sehr gut getan. Aber ich werde im Mai 23 und möchte versuchen, das Maximum aus mir herauszuholen“, liebäugelt Kekez mit einem Wechsel nach oben (Bundesliga) oder ins Ausland. In Österreich fällt er nicht mehr in die Jungenregelung und würde einen Legionärsplatz besetzen. Ein Wechsel zum FC Wacker scheint dennoch nicht ausgeschlossen.
Im Kollektiv legt die WSG Wattens trotz namhafter und dauerhafter Ausfälle (Mader, Toplitsch, Pellizzari; gegen Liefering/0:0 und Kapfenberg fehlte auch Pranter) ein starkes Frühjahr hin. Der Sieg in der Steiermark war der vierte 2018, bei drei Unentschieden und drei Niederlagen – die hat man gegen die großen drei (Wacker, Hartberg, Ried) erlitten. Ansonsten marschierten die Wattener nach durchwachsenem Herbst mit 15 Zählern ins Mittelfeld der Sky Go Erste Liga hinein. „Wir hatten letzte Saison 51 Zähler, werden in dieser hoffentlich auch noch zwei bis drei Siege feiern (gegenwärtig 33 Punkte, Anm.). Dann hätten wir in beiden Spielzeiten über 90 Punkte erobert und sind nicht ein einziges Mal auf einem Abstiegsplatz gelegen“, unterstreicht Köck die hervorragende Arbeit, die Coach Thomas Silberberger mit seinem Team leistet.
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