Europas Leitbörsen zu Mittag klar schwächer
Frankfurt am Main (APA) - Steigende Zinsen haben am Mittwoch die europäischen Aktienmärkte belastet. Hinzu kamen Aussagen von US-Präsident D...
Frankfurt am Main (APA) - Steigende Zinsen haben am Mittwoch die europäischen Aktienmärkte belastet. Hinzu kamen Aussagen von US-Präsident Donald Trump, der beim Treffen mit seinem französischen Amtskollegen Emmanuel Macron neue Drohungen an den Iran richtete.
Nach etwas schwächerem Beginn weiteten die meisten Indizes ihre Kursverluste bis Mittag recht deutlich aus. So lag der Euro-Stoxx-50 gegen 12.00 Uhr um 1,06 Prozent tiefer bei 3.473,78 Punkten. Der DAX in Frankfurt notierte mit 12.349,15 Punkten und minus 1,61 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London fiel um 0,68 Prozent und steht nun bei 7.374,88 Stellen.
Erneut hatten in den USA Inflationsängste für Kursverluste gesorgt, nachdem die Rendite richtungsweisender zehnjähriger Staatsanleihen dort mit einem Anstieg auf 3 Prozent den höchsten Stand seit Jänner 2014 erreicht hatte. Steigende Zinsen schmälern die Attraktivität von Aktien im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren.
In den Fokus rückten auch aktuelle Unternehmensergebnisse. So zeigten sich Aktien von Lloyds um 1,2 Prozent schwächer. Der Sparkurs der britischen Großbank zahlt sich weiter aus. Im ersten Quartal konnte das auf den Heimatmarkt fokussierte Kreditinstitut seinen Gewinn deutlich steigern.
Die Schweizer Großbank Credit Suisse ist besser ins Jahr gestartet als gedacht. Der Gewinn im ersten Quartal stieg unterm Strich auf 694 Millionen Franken. Das waren 16 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und auch mehr als Analysten erwartet hatten. Die Aktien reagierten mit plus 3,8 Prozent.
Der vor der Fusion mit Praxair stehende Linde-Konzern hat im ersten Quartal unter den Folgen des starken Euro gelitten. Das Unternehmen verbuchte deshalb einen Umsatzrückgang um knapp acht Prozent auf rund vier Milliarden Euro. Das operative Ergebnis legte dagegen um vier Prozent auf 1,08 Milliarden Euro zu. Zudem wurde der Ausblick bestätigt. Linde-Aktien stiegen um 1,1 Prozent.
Der französische Linde-Konkurrent Air Liquide spürt weiterhin eine starke Nachfrage aus den Schwellenländern. Der starke Euro zehrt allerdings alle Zuwächse wieder auf. Die Aktien zeigten sich 1,5 Prozent im Minus.
Der Schweizer Spezialchemiekonzern Clariant hat sein Ergebnis im ersten Quartal gesteigert. Während der Umsatz stärke zulegte als Analysten im Mittel erwartet hatten, blieb der Gewinn hinter den Prognosen der Experten zurück. Clariant-Aktien mussten ein deutliches Minus von 6,4 Prozent hinnehmen.
Sicroelectronics gewannen hingegen um 3,8 Prozent. Der Chiphersteller verdient weiter glänzend an der Digitalisierung. Umsatz und Gewinn stiegen daher im Vergleich zum Vorjahr deutlich.
~ ISIN EU0009658145 ~ APA241 2018-04-25/12:08
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