Wiener Börse (Mittag) - ATX zweieinhalb Prozent im Minus

Wien (APA) - Die Wiener Börse hat am Mittwoch im Mittagshandel im tiefroten Bereich notiert. Der ATX wurde um 12.00 Uhr mit 3.431,94 Punkten...

Wien (APA) - Die Wiener Börse hat am Mittwoch im Mittagshandel im tiefroten Bereich notiert. Der ATX wurde um 12.00 Uhr mit 3.431,94 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 87,42 Punkten bzw. 2,48 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -1,55 Prozent, FTSE/London -0,63 Prozent und CAC-40/Paris -0,63 Prozent.

Nach dem Kursrutsch an der Wall Street vom Vorabend eröffneten die Börsen europaweit im Minus. Belastend hatte der anhaltende Zinsanstieg am Anleihemarkt gewirkt. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen war am Vortag erstmals seit Anfang 2014 auf 3 Prozent gestiegen. Höhere Anleihezinsen machen die festverzinslichen Wertpapiere gegenüber Aktien attraktiver.

Im Laufe des Vormittags weiteten sich die Kursverluste deutlich aus. Der ATX geriet dabei deutlich stärker unter die Räder als die europäischen Leitbörsen. Allerdings hatte der österreichische Leitindex zuvor sechs Handelstage in Folge zugelegt und die Leitbörsen teilweise klar überflügelt.

Zu Mittag notierte kein ATX-Wert im Plus, lediglich die Titel der Buwog notierten unverändert bei 29,06 Euro. Die zunächst noch gut gesuchten Aktien der Wienerberger drehten ins Minus und gaben 0,47 Prozent auf 21,20 Euro nach. Die Titel des Ziegelherstellers hatten im Frühhandel zunächst noch um über 2,6 Prozent zugelegt, nachdem das Unternehmen für das erste Quartal einen Anstieg beim bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 30 Prozent auf 60 Mio. Euro gemeldet hatte.

Die Aktien der Telekom Austria verzeichneten mit einem Minus von 2,11 Prozent auf 7,42 Euro deutliche Abschläge. Das Unternehmen hat im ersten Quartal 2018 deutlich weniger verdient als noch vor einem Jahr. Der Nettogewinn sank von 90,1 Mio. im Vorjahresquartal auf 26,1 Mio. Euro im abgelaufenen Jahresviertel.

Am stärksten unter Druck gerieten jedoch die Papiere der FACC. Zu Mittag lagen sie 6,33 Prozent im Minus und standen damit bei 20,70 Euro. Die Titel waren im Vorjahr und auch im ersten Quartal 2018 sehr gut gelaufen und weisen für 2018 noch immer eine klar positive Performance von über 18 Prozent auf.

Sehr stark fielen die Kursverluste auch bei der OMV (minus 4,39 Prozent auf 51,00 Euro) und bei AT&S (minus 4,12 Prozent auf 20,95 Euro) aus. Kursabschläge von mehr als drei Prozent mussten die Index-Schwergewichte Raiffeisen (minus 3,38 Prozent auf 28,30 Euro), voestalpine (minus 3,07 Prozent auf 43,83 Euro) und BAWAG (minus 3,05 Prozent auf 42,58 Euro) hinnehmen.

Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX kurz nach Sitzungsbeginn bei 3.519,51 Punkten, das Tagestief lag gegen Mittag bei 3.430,31 Einheiten. Der ATX Prime notierte zum oben genannten Zeitpunkt 2,28 Prozent tiefer bei 1.729,86 Punkten. Im prime market zeigten sich drei Titel mit höheren Kursen, 31 mit tieferen und drei unverändert. In einer Aktie kam es bisher zu keiner Kursbildung.

Bis dato wurden im prime market 1.700.735 (Vortag: 2.062.591) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 33,54 (31,22) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher OMV mit 114.475 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 5,92 Mio. Euro entspricht.

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