Prozess wegen gefährlicher Drohung in Klagenfurt vertagt

Klagenfurt (APA) - Ein 33-Jähriger Tschetschene hat sich am Mittwoch wegen gefährlicher Drohung, fortgesetzter Gewaltausübung und Sachbeschä...

Klagenfurt (APA) - Ein 33-Jähriger Tschetschene hat sich am Mittwoch wegen gefährlicher Drohung, fortgesetzter Gewaltausübung und Sachbeschädigung vor dem Landesgericht Klagenfurt verantworten müssen. Seine Ehefrau hatte ihn beschuldigt, sie und ihre Kinder mit einer Waffe bedroht zu haben - der Mann saß deshalb in Untersuchungshaft. In der Verhandlung ruderte die Frau allerdings zurück.

Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft, vertreten durch Tina Frimmel-Hesse: Der Mann soll vor etwa einem Monat die verschlossene Tür zur Klagenfurter Wohnung, in der er gemeinsam mit seiner Frau und drei Kindern lebte, aufgebrochen haben - danach soll er sie alle mit einer Softgun bedroht haben. Der 33-Jährige bestritt vor Einzelrichter Gerhard Pöllinger-Sorre alle Vorwürfe, er habe seine Frau auch nicht geschlagen, gab er an. Die Pistole habe er nur in der Hand gehalten, weil er sie vor den Kindern verstecken wollte.

Die 31-jährige Ehefrau des Angeklagten sagte vor Gericht auch ganz anders aus als am Tag des Vorfalls vor der Polizei. „Hat er Sie bis zu dem Zeitpunkt schon einmal geschlagen?“, wollte Pöllinger-Sorre wissen. „Nein“, antwortete die Frau. „Warum haben Sie das dann vor der Polizei gesagt? Haben Sie ihn bewusst angeschwärzt und ist Ihnen klar, dass er deswegen ins Gefängnis gekommen ist?“, fragte der Richter weiter. „Ja, das ist mir alles bewusst, ich war beleidigt auf ihn. Er ist sonst ein guter Mann“, sagte die 31-Jährige.

Als ihr Mann betrunken nach Hause gekommen war, hätten sie gestritten, gab die Frau weiters an: „Als ich gesehen habe, wie betrunken er war, und dass er die Spielzeugpistole in der Hand hatte, habe ich mich erschreckt. Ansonsten habe ich ihm nichts vorzuwerfen.“ Die Verhandlung wurde vertagt.