Art Austria: Optimismus vor Eröffnung der elften Auflage
Wien (APA) - Der Erfolg des Vorjahres macht sicher: Die Kunstmesse Art Austria, deren elfte Auflage am Mittwochabend im Gartenpalais Liechte...
Wien (APA) - Der Erfolg des Vorjahres macht sicher: Die Kunstmesse Art Austria, deren elfte Auflage am Mittwochabend im Gartenpalais Liechtenstein eröffnet wird, bleibt für zumindest drei weitere Jahre an der prunkvollen neuen Location. „Letztes Jahr hatten wir die bisher besten Verkaufserfolge in der Geschichte unserer Messe“, sagte Co-Organisatorin Monika Vanecek-Pelz vor der Preview im Gespräch mit der APA.
„Die Messe ist nochmals deutlich attraktiver geworden“, schwärmte Vanecek-Pelz vom prunkvollen Rahmen und dem Platzangebot rund um das Palais, das man auch heuer wieder mit einem 20 Werke umfassenden Skulpturengarten im Ehrenhof vor dem Palais (wo der großformatige Bambus-Stern „Licht aus dem Universum“ von Beni Altmüller der Blickfang ist) und in der Gartenanlage nutzt. Bei diesem vorsommerlichen Wetter erweise sich die Wahl eines etwas späteren Termins als ideal - der April soll jedenfalls beibehalten werden.
An die 16.000 Besucher hatten sich 2017 an den drei Messetagen eingefunden - weswegen man sich heuer zu einem vierten Messetag entschlossen hat. 40 Aussteller zeigen auf zwei Etagen rund 1.300 Arbeiten - etwas weniger als im Vorjahr. „Alle unsere Stammgalerien halten uns die Treue. Alleine, dass die Galerie Krinzinger seit dem ersten Jahr mit dabei ist, macht uns stolz und zeigt die hohe Qualität der Messe“, so Vanecek-Pelz.
Im Erdgeschoß sind die Aussteller-Kojen um die dort ausgestellte Prunkkutsche aus 1738 gruppiert, und auch täglich drei Führungen durch die Fürstlichen Sammlungen betonen die Verbindung zum kunstaffinen Hausherren, der in seinem Palais früher ja auch das Museum Moderner Kunst beherbergt hat. Bei einem ersten Rundgang fallen vor allem Werke von Gunter Damisch ins Auge, so präsent ist der 2016 verstorbene Maler und Akademie-Professor im Angebot einiger Galerien. Aber auch Hermann Nitsch, Otto Muehl, Markus Prachensky oder Kiki Kogelnik sind bei der Art Austria traditionell stark vertreten. Nicht fehlen dürfen auch Skulpturen von Fritz Wotruba oder Bruno Gironcoli und ein Kunst-Gurkerl von Erwin Wurm.
Eine sechsteilige Fotoarbeit der 82-jährigen Margot Pilz zählt zu den Highlights im Angebot der Klagenfurter „Galerie 3“. „Es ist das erste Mal, dass diese Pionierin der feministischen Avantgarde auf einer Kunstmesse vertreten ist“, erzählte Lena Freimüller, die vor drei Jahren in den Galeriebetrieb ihrer Mutter eingestiegen ist. Neben dieser 32.000 Euro teuren Arbeit aus 1978 gibt es auch deutlich Billigeres, etwa von Maria Legat, Linda Berger oder Patrick Roman Scherer. Die „Galerie 3“ ist zum achten Mal mit dabei. „Für uns ist die Art Austria seit langem ein Fixpunkt unserer Wien-Präsenz“, so Freimüller.
26.000 Euro muss man für einen Holzschnitt von Werner Berg ausgeben, der das prägnante Gesicht der Dichterin Christine Lavant zeigt. Er ist Teil der Sammlung von Heinrich Becker, des 1972 gestorbenen ersten Leiters des Kunsthauses Bielefeld, die von der Galerie angekauft wurde. Zu der Wiener Präsentation der Sammlung Becker wurde auch eigens ein Katalog aufgelegt. Zu haben sind hier aber auch eindrucksvolle Aquarelle von Zoran Music, dem derzeit im Leopold Museum eine große Ausstellung gewidmet ist. Auch die Galerie Magnet ist seit Beginn der Art Austria mit dabei. Wilfried Magnet: „Mit unserem Angebot an klassischer Moderne fühlen wir uns inmitten der Zeitgenössischen Kunst sehr wohl. Und auch für dieses Mal bin ich sehr zuversichtlich.“
(S E R V I C E - 11. Art Austria im Gartenpalais Liechtenstein, Fürstengasse 1, 1090 Wien. Bis 29. April. Donnerstag, Freitag: 11-21 Uhr, Samstag, Sonntag: 11-18 Uhr. www.art-austria.info)
(B I L D A V I S O – Pressebilder stehen unter http://artaustriapresse.info (User und PW: presse) zum Download bereit.)
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