Unito-Versand wächst kräftig und will Alternative zu Amazon werden

Wien/Salzburg (APA) - Die Versandhandelsgruppe Unito (OTTO, Universal, Quelle) wächst weiter stark und will sich künftig als Plattform für a...

Wien/Salzburg (APA) - Die Versandhandelsgruppe Unito (OTTO, Universal, Quelle) wächst weiter stark und will sich künftig als Plattform für andere Anbieter und „als Alternative zu Amazon“ positionieren. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/18 sind die Umsätze um 21,2 Prozent auf 415 Mio. Euro gestiegen, sagten die Geschäftsführer Achim Güllmann und Harald Gutschi heute, Mittwoch, in Wien vor Journalisten.

2019/20 plant Unito bereits 500 Mio. Euro Umsatz, bis 2025/26 sollen sich die Umsätze auf 850 Mio. Euro verdoppeln. Unito will das Wachstum zu einem Umbau des Geschäftsmodells nutzen. Statt nur Händler für die eigenen Marken zu sein, soll OTTO zusätzlich ein Marktplatz und Service-Provider werden, wo auch externe Marken und Produzenten ihre Waren anbieten können. „Als Service-Provider bietet OTTO Partnern eine digitale Bühne inklusive Vermarktungsmöglichkeiten und Logistik-Dienstleistungen“. Die Zahl der angebotenen Artikel soll dadurch bis 2020 auf rund fünf Millionen steigen, die Zahl der Kunden um die Hälfte wachsen. In drei bis fünf Jahren soll der „Umbau zur inspirierenden Lifestyle-Plattform als die Alternative zu Amazon“ über die Bühne gehen.

Treiber des rasanten Wachstums war 2017/18 der Internethandel, 90 Prozent der Umsätze kamen von dort. Im kommenden Geschäftsjahr soll der Anteil auf 95 Prozent steigen. Seit 2009 sind die online generierten Umsätze des Unternehmens um rund 24 Prozent pro Jahr gestiegen. Unito zähle inzwischen mit all seinen Marken zu den größten Onlinehändlern in Österreich. Der Fokus liegt dabei vor allem beim Mobilen Handel, denn inzwischen erfolgen zwei Drittel der Shop-Besuche über mobile Geräte wie Smartphone oder Tablet, gekauft wird die Hälfte der Produkte mobil. Dieser Trend werde auch künftig anhalten, für die kommenden Jahre sei das Smartphone eine Art „Zauberstab“ für steigende Umsätze und erfolgreiche Ergebnisse, sagte Gutschi.

Kernmarkt ist derzeit Österreich, wo mit 274 Mio. Euro rund 66 Prozent des Gesamtumsatzes gemacht werden. Das Auslandsgeschäft (Deutschland, Schweiz, Tschechien, Slowakei und Ungarn) wuchs zugleich überproportional auf 141 Mio. Euro. In Zukunft will das Unternehmen weiter expandieren. Hier vor allem in Ländern der Adria-Region wie Italien oder Kroatien. Für Gutschi bildet der Auslandsanteil den „Wachstumstreiber der Zukunft“ schlechthin für das Unternehmen.