US-Börsen zur Eröffnung nur wenig verändert erwartet

New York (APA/dpa-AFX) - Die Anleger an der Wall Street dürften am Mittwoch zwischen starken Quartalsberichten auf der einen Seite und Zinss...

New York (APA/dpa-AFX) - Die Anleger an der Wall Street dürften am Mittwoch zwischen starken Quartalsberichten auf der einen Seite und Zinssorgen auf der anderen Seite hin- und hergerissen sein. Zudem wird inzwischen zunehmend befürchtet, dass die Wirtschaftsdynamik im Jahresverlauf nachlassen dürfte.

Der Broker IG taxierte den Leitindex Dow Jones Industrial gut eine Dreiviertelstunde vor dem Börsenstart 0,07 Prozent höher bei 24.041 Punkten.

Die Rendite richtungsweisender zehnjähriger US-Staatsanleihen ist erstmals seit Jänner 2014 wieder auf gut 3 Prozent geklettert. Ausschlaggebend dafür sind steigende Rohstoffpreise - vor allem für Rohöl. Das treibt wiederum die Inflationserwartungen nach oben und kann die US-Notenbank stärker unter Zugzwang bringen, die Leitzinsen rascher oder deutlicher anzuheben. Steigende Zinsen aber schmälern die Attraktivität von Aktien im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren.

Dagegen kamen von großen US-Konzernen weitere überwiegend starke Geschäftsberichte. Unter den Einzelwerten im Dow legten etwa die Aktien von Boeing vorbörslich bereits um 2,4 Prozent zu. Der weltgrößte Flugzeugbauer hat nach einem überraschend starken Jahresstart sein Ergebnisziel für 2018 nach oben geschraubt. Das Geschäft mit Passagierjets warf im ersten Quartal mehr Geld ab als gedacht.

Der im S&P 100 gelistete Chipkonzern Texas Instruments konnte die jüngsten Sorgen der Anleger wegen einer womöglich schwächelnden Nachfrage zerstreuen. Mit seinen Verkäufen übertraf der Konzern dank einer hohen Nachfrage von Kunden aus der Industrie sowie der Automobilbranche die Erwartungen von Analysten. Vorbörslich ging es daher für die Papiere um 4,4 Prozent hoch.

Der LED-Hersteller Cree legte ebenfalls starke Zahlen vor, was zu einem vorbörslichen Plus von 8,9 Prozent führte. In seinem dritten Geschäftsquartal 2017/18 überzeugte er vor allem ergebnisseitig. Das Analysehaus Oppenheimer hob das Anlageurteil für die Aktie nun auf „Outperform“.

Erfreut reagierten Börsianer vor dem Handelsstart auch auf das Zahlenwerk zum ersten Jahresviertel von Twitter. Der bis vor kurzem chronisch verlustreiche Kurznachrichtendienst hielt sich nun das zweite Quartal in Folge in den schwarzen Zahlen. Vor dem Handelsstart sorgte dies für ein Kursplus von 2,7 Prozent.

Comcast, die vorbörslich um 2,6 Prozent nachgaben, dürften dagegen weniger wegen der wie erwartet ausgefallenen Quartalsbilanz Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Der Fokus richtet sich vielmehr auf das wiederbelebte Bieterrennen zwischen dem TV-Mogul Rupert Murdoch und Comcast-Chef Brian Roberts am britischen Pay-TV-Markt.

~ ISIN US2605661048 US6311011026 US78378X1072 ~ APA400 2018-04-25/14:56