Börse London schließt etwas tiefer
London (APA) - Der Londoner Aktienmarkt hat am Mittwoch mit schwächerer Tendenz geschlossen. Der FT-SE-100 Index schloss bei 7.379,32 Punkte...
London (APA) - Der Londoner Aktienmarkt hat am Mittwoch mit schwächerer Tendenz geschlossen. Der FT-SE-100 Index schloss bei 7.379,32 Punkten und einem Minus von 0,62 Prozent. Unter den im Leitindex gelisteten Titeln standen sich 31 Gewinner und 68 Verlierer gegenüber. Zwei Titel zeigten sich unverändert.
In einem einheitlich negativen internationalen Börsenumfeld musste auch der Londoner Aktienmarkt zur Wochenmitte Kursabschläge hinnehmen. Belastend wirkten vor allem die weiter steigenden Zinsen. So sind die Kurse von US-Staatsanleihen am Mittwoch erneut gefallen.
Unter den Einzelwerten fanden sich Titel von Sky mit einem Anstieg um 3,9 Prozent unter den größten Gewinnern. Das Bieterrennen zwischen dem TV-Mogul Rupert Murdoch und dem Comcast-Chef Brian Roberts am britischen Pay-TV-Markt setzt sich fort. Der US-Kabelkonzern Comcast bestätigte am Mittwoch das bereits Ende Februar angekündigte Gebot von 12,50 britischen Pfund je Anteilsschein des Bezahlsenders Sky. Damit wird Sky mit rund 22 Mrd. Pfund bewertet. Sky gab im Anschluss bekannt, man ziehe die Empfehlung für das Angebot von Fox zurück.
Hingegen mussten GlaxoSmithKline ein Minus von 3,4 Prozent verdauen. Ein starkes britisches Pfund, Probleme mit seinem Asthma-Mittel Advair und Altlasten aus Übernahmen: Der Pharmakonzern kämpft derzeit an mehreren Fronten. Im ersten Quartal musste das Unternehmen deshalb einen Umsatz- und Ergebnisschwund hinnehmen. Das Management bestätigte gleichwohl seine Jahresziele.
Der Sparkurs der britischen Großbank Lloyds zahlt sich weiter aus. Im ersten Quartal konnte das auf den Heimatmarkt fokussierte Kreditinstitut seinen Gewinn deutlich steigern. „Wir hatten einen guten Start ins Jahr 2018“, erklärte Bankchef Antonio Horta-Osorio. Er verwies dabei auch auf Rückenwind durch die „robuste britische Wirtschaft“ mit einer geringen Arbeitslosigkeit und anhaltendem Wachstum. Allerdings hatten Analysten ein etwas besseres Abschneiden erwartet. Die Aktien schwächten sich um 1,7 Prozent ab.
Nach langem Ringen haben die Pharmakonzerne Shire und Takeda einen Durchbruch bei ihren Gesprächen über einen Zusammenschluss erzielt. Der japanische Konzern Takeda habe seine Angebot auf 64 Milliarden Dollar aufgebessert, teilte Shire am Dienstag mit. Den Aktionären wird empfohlen, das neue Angebot anzunehmen. Shire-Aktien büßten 2,8 Prozent ein.
~ ISIN GB0001383545 ~ APA533 2018-04-25/18:27
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