Alitalia-Verkauf: Regierung verlängert Frist
Rom (APA) - Italien verlängert die Frist zum Verkauf der angeschlagenen Fluggesellschaft Alitalia um sechs Monate. Dies bestätigte der itali...
Rom (APA) - Italien verlängert die Frist zum Verkauf der angeschlagenen Fluggesellschaft Alitalia um sechs Monate. Dies bestätigte der italienische Industrieminister Carlo Calenda in einem Radiointerview am Donnerstag. Ein Dekret mit der Fristverlängerung soll vom Ministerrat am Donnerstag verabschiedet werden. Damit sollen die Verhandlungen für den Alitalia-Verkauf bis Oktober laufen.
Der Beschluss wurde gefasst, da die aktuelle Frist schon am 30. April auslaufe und noch kein Käufer feststehe, sagte der Minister. Auch die Frist für die Rückzahlung des Brückenkredits in Höhe von 900 Mio. Euro, das die Regierung der Airline gewährt hatte, soll verlängert werden. Calenda berichtete, dass Alitalia bisher lediglich 100 der 900 Mio. Euro des Brückenkredits ausgegeben habe.
Gebremst wurde der Alitalia-Verkauf auch von der Ungewissheit rund um die neue Regierung in Rom. Verhandlungen laufen noch um die Regierungsbildung. Das Kabinett von Premier Paolo Gentiloni ist nur noch geschäftsführend im Amt. „Die Alitalia-Interessenten wollen nicht weiter verhandeln, bevor keine neue Regierung im Einsatz ist“, kommentierte Calenda.
Neben der AUA-Mutter Lufthansa haben auch Easyjet und ein unbekannter dritter Bieter Interesse an Alitalia bekundet. Calenda hatte bereits vergangene Woche erklärt, Lufthansa habe die besten Chancen. Alitalia steckt seit Jahren in der Krise und hatte voriges Frühjahr Insolvenz angemeldet. Bisherige Eigner von Alitalia sind das Konsortium Compagnia Aerea Italiana (CAI) mit 51 Prozent und Etihad Airways mit 49 Prozent.
~ WEB http://www.alitalia.com/ ~ APA098 2018-04-26/09:54
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