Osttirol

Die Osttiroler sind seit 2014 sehr kooperativ

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Laut Regionsmanagement Osttirol haben Gemeindekooperationen bei geförderten Projekten den größten Anteil. Isel-Geld wurde ausgeschöpft.

Von Catharina Oblasser

Lienz –Bewilligte und geförderte Projekte mit einem Gesamtvolumen von knapp drei Millionen Euro: Das ist die Bilanz des Regionsmanagements Osttirol (RMO) über die Zeit vom Beginn der EU-Förderperiode 2014 bis jetzt. Die aktuelle Förderperiode läuft noch bis 2020. Bei der Generalversammlung des Vereins in der Uni Lienz präsentierten RMO-Obmann Dietmar Ruggenthaler und Geschäftsführer Michael Hohenwarte­r diese und noch viele andere Zahlen.

Was in dieser Bilanz hervorsticht: Von den 44 abgewickelten Projekten nimmt die Gruppe der Gemeindekooperationen den größten Anteil ein. „Dazu gehören die gemeinsame Kinderbetreuung im Defereggen und im Virgental“, erläutert Ruggenthaler. „Es zählen aber auch die gemeinsame Baurechtsabwicklung von elf Gemeinden und natürlich die Breitband-Initiative dazu.“ Gescheitert ist ein osttirolweites gemeinsames Abfall­entsorgungs-Konzept, doch das Thema ist noch nicht vom Tisch, meint der RMO-Obmann. „Es gibt Überlegungen, das in kleinerem Rahmen mit weniger Gemeinden zu versuchen.“

Christian Stampfer, Fachmann für EU-Regionalförderungen im Land Tirol, hebt den Bezirk lobend hervor. „Bei Kooperationen nimmt Osttirol eine Vorreiterrolle ein.“ Was die EU-Förderlandschaft nach Ablauf der aktuellen Periode betrifft, sieht Stampfer Änderungen bei den Finanzen auf die Förderwerber zukommen. „Der Austritt Großbritanniens aus der EU reißt ein Finanzloch auf. Man wird sparen müssen.“

Das Regionsmanagement Osttirol wickelt Programme über mehrere Förderschienen ab. Neben dem Leader- und dem grenzüberschreitenden Interreg-Programm gehört auch die Sonderförderung „Natura 2000 – Isel“ dazu. Das Programm gibt es seit Juli 2016. Eingerichtet wurde es, um allfällige wirtschaftliche Nachteile durch die Natura-2000-Schutzzone abzumildern. „Im Jahr 2017 wurden 25 Anträge und 900.000 Euro an Förderungen bewilligt“, informiert der zuständige RMO-Mitarbeiter Clemens Holzer. „Damit ist das Jahresbudget voll ausgeschöpft.“

Bei den Neuwahlen zum RMO-Vorstand kam es nur zu einer Veränderung: Kassier Anton Klocker übergab sein Amt an Hansjörg Mattersberger. Dietmar Ruggenthaler wurde als Obmann bestätigt, Elisabeth Greiderer bleibt seine Stellvertreterin.