Armenische Politiker offenbar zu Krisengesprächen nach Moskau gereist

Eriwan (APA/dpa) - Angesichts der Regierungskrise im eigenen Land wollen armenische Kabinettsmitglieder mit russischen Vertretern über die a...

Eriwan (APA/dpa) - Angesichts der Regierungskrise im eigenen Land wollen armenische Kabinettsmitglieder mit russischen Vertretern über die angespannte Lage sprechen. Außenminister Edward Nalbandian und der kommissarische Vizeministerpräsident Armen Geworkian seien nach Moskau gereist, um über die Situation in Eriwan zu beraten, meldete die Agentur Interfax am Donnerstag unter Berufung auf informierte Kreise.

Details waren zunächst nicht bekannt. Russland ist Armeniens militärische Schutzmacht und auch wirtschaftlich eng mit der Ex-Sowjetrepublik verbunden.

Die armenische Opposition macht seit knapp zwei Wochen gegen die Regierung mit Massenprotesten mobil. Am Montag war Ministerpräsident Sersch Sarkissian deswegen zurückgetreten. Parlamentschef Ara Babloian kündigte an, dass bei einer außerplanmäßigen Sitzung am Dienstag über einen neuen Regierungschef abgestimmt werden soll.

Am Donnerstag zogen wieder Tausende Regierungsgegner auf die Straßen der Hauptstadt Eriwan. Oppositionsführer Nikol Paschinian fordert einen kompletten Machtverzicht der regierenden Republikanischen Partei, die im Parlament die Mehrheit hat. Örtliche Medien berichteten, Paschinian habe mit dem Anführer einer weiteren Oppositionspartei Gespräche geführt.

(Alternative Schreibweisen: Serge/Serzh Sarksyan, Sargsyan, Sarkisian, Sarkisijan, Sarkissjan; Pashinyan, Paschinjan; Babloyan; Bablojan; Nalbandjan, Nalbandyan; Geworkyan, Geworkjan)