Motorsport

DTM-Boss Berger will nach Mercedes-Aus „Zeichen setzen“

DTM-Boss Gerhard Berger.
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Der Tiroler ist weiter auf der Suche nach einem Ersatz-Team ab 2019, Berger will aber auch die DTM-Struktur ändern.

Wien/München – Nach dem angekündigten Rückzug von Mercedes dringt DTM-Chef Gerhard Berger auf einen weiteren Teilnehmer an der Rennserie. „Ich würde gerne im Anschluss an Mercedes das nächste Zeichen setzen“, sagte Berger der Deutschen Presse-Agentur. Die Zukunft der DTM ist wegen des Rückzugs des Stuttgarter Autobauers nach der Anfang Mai beginnenden Saison 2018 ungewiss.

Berger zufolge ist ein professionelles Kundenteam, das in die Serie einsteigt, eine Möglichkeit. „Ein vollständig auf Herstellern basierendes System, so wie wir es momentan haben, ist nicht gut“, sagte der Österreicher. Dies sei auch den am Deutschen Tourenwagen-Masters (DTM) teilnehmenden Autobauern, Audi, BMW und Mercedes bewusst. „Wenn sechs Autos in einer Hand eingesetzt werden, und der eine mag nicht mehr, dann hat die DTM auf einen Schlag sechs Autos weniger und damit ein großes Problem“, erklärte der frühere Formel-1-Pilot.

Gerüchte über HWA-Einsatz

Zu Spekulationen, dass das Unternehmen HWA von Ex-Serien-Chef Hans Werner Aufrecht künftig mit Autos von Mercedes ein Team bilden könnte, fände Berger als „schöne Lösung“. Allerdings müsste Mercedes dafür seine Autos für HWA bereitstellen. HWA wickelt derzeit unter anderem als Dienstleister der Stuttgarter DTM-Renneinsätze ab.

Betroffen vom Mercedes-Ausstieg ab 2019 wäre auch der Österreicher Lucas Auer. Mit dem 23-jährigen Neffen von Gerhard Berger sowie Neuzugang Philipp Eng sind 2018 gleich zwei Österreicher in der DTM im Einsatz. Der Salzburger Eng startet aber in einem BMW M4 des Teams RBM.

Die DTM beginnt vom 4. bis 6. Mai in Hockenheim und umfasst zehn Renn-Wochenenden. Spielberg in Österreich steht vom 21. bis 23. September als vorletzte Station auf dem Programm. (APA/dpa)