Tiroler Landesmuseen spannen Bogen von Mozart-Flasche bis Ötzi-Haube

Innsbruck (APA) - Mit einer ungewöhnlichen Ausstellung warten die Tiroler Landesmuseen vom 27. April bis zum 28. Oktober auf. In „Stereo-Typ...

Innsbruck (APA) - Mit einer ungewöhnlichen Ausstellung warten die Tiroler Landesmuseen vom 27. April bis zum 28. Oktober auf. In „Stereo-Typen. Gegen eine musikalische Mono-Kultur“ sollen mit interaktiven Stationen verschiedene Musikwelten erlebbar gemacht werden, hieß es bei einer Pressekonferenz am Donnerstag. Unter anderem mit im Angebot: Ein Trinkglas von Wolfgang Amadeus Mozart und die Strickmütze von DJ Ötzi.

In fünf Räumen - dem Unterrichtszimmer, der Werkstatt, dem Salon, dem Künstlerzimmer und dem Konzertsaal - sollen die vielfältigen Rituale und Konventionen von Musik hinterfragt werden. „Die Musik verschafft sich Räume“, erklärte Kurator Franz Gratl und wies darauf hin, dass die Schau anlässlich des 200-jährigen Jubiläums des Innsbrucker Musikvereins realisiert worden war. Als Stereotypen würden jene Personen bezeichnet, die sich in unterschiedlicher Art und Weise intensiv mit Musik beschäftigten.

Mit Fotografien, Skulpturen, Gemälden, Instrumenten, Werkzeugen und Grafiken aus Vergangenheit und Gegenwart wird den Wurzeln unserer Musikkultur nachgespürt. Das Inventar der Werkstatt des Geigenbauers Hans Ulrich Roth, Arbeiten des verstorbenen, weltberühmten Blasinstrumentenbauers Rudolf Tutz und der Streichinstrumentebauerin Claudia Unterkofler sind ebenso zu sehen wie das Porträt des Komponisten Josef Pembaur, das Gustav Klimt 1890 anfertigte.

Im Künstlerzimmer können sich die Besucher in die Lage eines Stars kurz vor dem Auftritt versetzen. Sogar Baldriantropfen und Tabletten gegen Lampenfieber dürfen nicht fehlen. Ebenso wenig wie ein Autogramm von Hansi Hinterseer, die abgebrochene Spitze eines Dirigentenstabes von Herbert von Karajan sowie Eintrittskarten zu Konzerten der Rolling Stones.