Kärntner Raiffeisenbanken: 2017 höhere Bilanzsumme, niedrigeres EGT
Klagenfurt (APA) - Die Kärntner Raiffeisenbanken haben 2017 weniger verdient als im Jahr zuvor. Wie die Vorstände der Raiffeisen Landesbank ...
Klagenfurt (APA) - Die Kärntner Raiffeisenbanken haben 2017 weniger verdient als im Jahr zuvor. Wie die Vorstände der Raiffeisen Landesbank am Donnerstag vor Journalisten sagten, ging das Ergebnis vor Steuern (EGT) um 6,4 Prozent auf 37,4 Mio. Euro zurück. Gesteigert wurde hingegen die Bilanzsumme, von 7,8 Mrd. auf 8,2 Mrd. Euro (+5,6 Prozent).
Für den Rückgang beim EGT nannte Vorstand Gert Spanz vor allem die Refundierung von Negativzinsen an Privatkunden als Grund. Zugelegt hat die Bank 2017 beim Gesamtmittelaufkommen, es liegt bei 7,0 Mrd. Euro, was ein Plus von 4,7 Prozent bedeutet. Die Kundeneinlagen machen 5,2 Mrd. Euro aus. Bei den Finanzierungsleistungen schreib die Bank ein Plus, von 4,4 auf 4,5 Mrd. Euro zu (+3,1 Prozent). Gesteigert wurde auch die Kernkapitalquote, und zwar von 15,5 auf 15,7 Prozent.
Wie Vorstand Peter Gauper sagte, haben die Kärntner Raiffeisenbanken erstmals mehr als 280.000 Kunden, wovon 35.000 Firmenkunden sind. Insgesamt sei 2017 eine „Aufbruchsstimmung“ zu spüren gewesen, die Investitionstätigkeit nehme zu: „Das Zinsniveau blieb aber weiter auf einem historischen Tief.“
Für 2018 blicke man „positiv zurückhaltend auf die Entwicklung“, man erwarte „zumindest die Bestätigung der Ergebnisse 2017“. Laut Vorstand Georg Messner will man sich auf die Bereiche Finanzierung, Wertpapiere und Bankkonten konzentrieren. Zulegen möchte die Bank auch beim Online-Banking, momentan nutzen bereits mehr als 100.000 Kunden in Kärnten den bankeigenen Online-Dienst ELBA. Und die schon länger geplante Fusion der Raiffeisen Landesbank mit der Raiffeisen Bezirksbank (RBB) Klagenfurt soll im Herbst 2018 über die Bühne gehen.
~ WEB http://www.raiffeisen.at ~ APA249 2018-04-26/12:29
Kommentare