Europas Leitbörsen zu Mittag mit Gewinnen
Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag im Verlauf mit Gewinnen tendiert. Im Vordergrund steht eine Füll...
Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag im Verlauf mit Gewinnen tendiert. Im Vordergrund steht eine Fülle an Erstquartalszahlen vieler internationaler Großkonzerne.
Zudem steht nach Mittag der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank an. Überraschungen sollte es Marktbeobachtern zufolge unterdessen jedoch nicht geben: mit einer Abkehr von der Nullzinspolitik der EZB wird frühestens im Herbst 2019 gerechnet.
Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 gewann 9,18 Einheiten oder 0,26 Prozent auf 3.495,01 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 12.45 Uhr mit 12.446,32 Punkten und plus 24,02 Einheiten oder 0,19 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London stieg um 14,89 Zähler oder 0,20 Prozent und steht nun bei 7.394,21 Stellen.
Im Leitindex der Eurozone sackten Nokia um mehr als sieben Prozent ab. Der finnische Netzwerkausrüster hat nach wie vor mit sinkenden Umsätzen und Erträgen zu kämpfen. Im ersten Quartal fielen die Erlöse im Jahresvergleich um 9 Prozent auf 4,93 Mrd. Euro.
Der weltweit größte Autobauer Volkswagen ist ungeachtet aller Turbulenzen an der Unternehmensspitze und den Folgen des Dieselskandals solide in das laufende Jahr gestartet. Wie erwartet legte der Umsatz zu. Das kam auch bei Investoren gut an: die auch im DAX vertretene VW-Aktie stieg um mehr als zwei Prozent.
Ebenfalls im DAX mussten Lufthansa-Aktien deutlich Federn lassen. Die AUA-Mutter hat im reiseschwachen Winterquartal deutlich weniger Gewinn eingeflogen als von Analysten erwartet. Das Ergebnis der Airline wurde von Einmalkosten für die Integration ehemaliger Air-Berlin-Teile in die Billig-Tochter Eurowings belastet. Darauf rutschte die Aktie in Frankfurt um mehr als 5 Prozent ab.
Als drittes deutsches Schwergewicht gab es bei der Deutschen Bank Zahlen zum ersten Quartal. Die Deutsche Bank bricht unter ihrem neuen Chef Christian Sewing mit der bisherigen Strategie. Im zuletzt schwächelnden Investmentbanking soll nach einem Gewinneinbruch um 80 Prozent im ersten Quartal kaum ein Stein auf dem anderen bleiben. Die Papiere notierten in Frankfurt wenig verändert.
Gestiegene Ölpreise haben beim französischen Ölkonzern Total für einen zweistelligen Gewinnzuwachs im ersten Quartal gesorgt. Der bereinigte Nettogewinn ist um 13 Prozent auf 2,88 Milliarden US-Dollar gestiegen. An der Börse in Paris gab es darauf ein Plus von 0,84 Prozent bei den Aktien zu beobachten.
Der britische Öl- und Gasmulti Shell hat zum Jahresstart dank steigender Preise kräftig verdient. Unter dem Strich blieb im ersten Quartal ein Gewinn von 5,3 Milliarden US-Dollar. In London verlor die Aktie jedoch in der Gunst der Anleger leicht - sie rutschte um mehr als zwei Prozent ab.
Ebenfalls in London gab es Zahlen bei der britischen Großbank Barclays: Hohe Kosten für Rechtsstreitigkeiten hatten im ersten Quartal das Ergebnis unterm Strich in die roten Zahlen gedrückt. In den ersten drei Monaten des Jahres ist ein Minus von 764 Millionen Pfund (875 Mio. Euro) angefallen. Die Aktie stieg dennoch mehr als 2 Prozent.
~ ISIN EU0009658145 ~ APA271 2018-04-26/12:48
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