NATO-Generalsekretär fordert Beibehaltung von Nordkorea-Sanktionen

Brüssel/Pjöngjang (APA/AFP) - NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat die Beibehaltung der Sanktionen gegen Nordkorea gefordert. „Bis wir ...

Brüssel/Pjöngjang (APA/AFP) - NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat die Beibehaltung der Sanktionen gegen Nordkorea gefordert. „Bis wir konkrete Veränderungen in Nordkoreas Handeln sehen, müssen wir den Druck aufrechterhalten und die Sanktionen fortsetzen“, sagte Stoltenberg am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Brüssel am Tag vor einem historischen Treffen der Staatschefs Nord- und Südkoreas.

„Einer der Gründe, warum wir in den letzten Wochen Fortschritte gesehen haben, ist der starke Druck auf Nordkorea, insbesondere durch die von der UNO beschlossenen Sanktionen“, sagte der NATO-Chef.

Am Freitag werden Südkoreas Präsident Moon Jae-in und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un an der Demarkationslinie zwischen beiden Ländern zusammenkommen. Wenn Kim die Linie übertritt, wird er der erste nordkoreanische Machthaber seit dem Kriegsende vor 65 Jahren sein, der südkoreanischen Boden betritt.

Stoltenberg begrüßte das Gipfeltreffen. Zuletzt waren die jeweiligen Staatschefs der verfeindeten Länder 2000 und 2007 in Pjöngjang zusammengekommen. Das Treffen am Freitag, das einem möglichen Gipfel zwischen Kim und US-Präsident Donald Trump vorausgeht, sei „ein wichtiger erster Schritt zu einer friedlichen Verhandlungslösung der Krise auf der koreanischen Halbinsel“, sagte der Norweger.

Die Zukunft von Pjöngjangs Atomwaffenarsenal wird im Mittelpunkt der Gespräche stehen. Auch die Frage nach einem Friedensvertrag, also das offizielle Ende des Krieges von 1950 bis 1953, könnte zur Sprache kommen.

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